ESAM 6700 Probleme mit Milchschaum und schon vieles getauscht

    ESAM 6700 Probleme mit Milchschaum und schon vieles getauscht

    Hallo Leute,
    vielen Dank erst mal an alle, die sich hier um einen regen Austausch bemühen. Ich konnte schon so manchen Tipp aufschnappen und an unserem Sorgenkind probieren. Folgendes Problem gibt's bei unserer ESAM 6700, 3 Jahre alt, > 5000 Tassen (genaue Zahl müsste ich noch mal nachschauen):

    Nach ca. 1,5 Jahren hatten wir zum ersten Mal größere Probleme mit dem Milchschaum, sprich außer viel Gespritze und heißer Luft kam da nicht mehr viel raus. Die einfache Lösung damals war ein neuer Deckel für den Milchbehälter natürlich inkl. aller Dichtungen. Hat danach wieder super funktioniert. Nach nun weiteren 1,5 Jahren wieder Probleme mit dem Milchschaum, und so habe ich zunächst nur einen Dichtringe-Satz für den Deckel eingebaut. Leider ohne durchschlagenden Erfolg. Also nochmals einen kompletten Deckel geordert, doch auch das brachte leider nicht mehr die bekannte Verbesserung, obwohl alles natürlich Neuteile. Als nächstes habe ich die Dichtungen vom Dock gewechselt, als auch das nichts half, den ganzen Dock gewechselt.
    Tja und was soll ich sagen, auch das brachte nichts. Und so ging meine Vermutung in Richtung Wasser(durchfluss)menge, sprich es scheint fast so, als ob nicht genug Dampf aus dem Generator kommt, damit ein ausreichend hoher Unterdruck entsteht, um die Milch zuverlässig anzusaugen. Untermauert wird die Theorie auch noch von der Tatsache, dass der Schaum etwas besser wird (bzw. es weniger spritzt), wenn mehr Milch in der Kanne ist und somit die Milch schon allein durch den Druckausgleich weiter oben im Ansaugröhrchen steht. Somit muss also weniger Unterdruck aufgewendet werden, um die Milch noch das letzte kleine Stück nach oben zu ziehen.

    Ich habe daraufhin große Teile der Maschine zerlegt und nach Kalkrückständen gesucht bzw. auch mal noch den ein oder anderen Teil separat in Entkalker gelegt. Den rückwärtigen Teil des Wasserkreislaufes aus der Druckpumpe raus in den U-förmigen Heizer habe ich mir "gespart", das sah mir doch sehr komplex aus und ich hatte die Hoffnung, dass es nicht unbedingt daran liegt.

    Was ich noch so beobachtet habe:
    * Wasserdampf beim Cleanen ist gefühlt normal, kann aber natürlich sein, dass man sich an eine stetig abnehmende Dampfmenge einfach gewohnt hat
    * Wasserauslauf für Tee etc. funktioniert
    * Kaffeeauslauf auch ohne Auffälligkeiten
    * Beim Diagnose-Test klackt/knallt das hintere MV (ich glaube ist Nr. 1?) deutlich hörbar und sehr "hart"
    * das vordere MV schaltet hingegen deutlich verhaltener/leiser (kann allerdings nicht sagen, wie's bisher war, da das hintere das vordere ggf. immer einfach übertönt und den Einzeltest habe ich eben erst zum ersten Mal durchgeführt)

    Momentan bin ich etwas ratlos, mal abgesehen von dem Teil Pumpe -> U-Heizer, den ich aber nach Möglichkeit nur in aller letzter Konsequenz anlangen möchte.
    Ich wäre sehr froh, wenn dem ein oder anderen ggf. noch etwas einfällt :)
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    jaylynn schrieb:

    Den rückwärtigen Teil des Wasserkreislaufes aus der Druckpumpe raus in den U-förmigen Heizer habe ich mir "gespart", das sah mir doch sehr komplex aus und ich hatte die Hoffnung, dass es nicht unbedingt daran liegt.

    Genau das war die falsche Hoffnung.

    jaylynn schrieb:

    Beim Diagnose-Test klackt/knallt das hintere MV (ich glaube ist Nr. 1?) deutlich hörbar und sehr "hart"

    Das ist normal.

    Du mußt jetzt im Dampfkreislauf ran. Hauptverdächtige sind die Dampfheizung und das hintere Magnetventil. Probier als erstes: Entkalkungsmischung (aber keinen Entkalker auf Zitronensäurebasis!) mit Durgol oder ähnlichem einfüllen, die Hälfte in Zeitabständen über den Heisswasserauslauf und mit der Spülentaste durch den Kaffeeauslauf jagen. Dann schaltest du die Maschine aus und läßt sie bis morgen stehen. Morgen machst du den Rest der Entkalkermischung auf die gleiche Art.
    Gruß Stefan
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    Stefan schrieb:

    Genau das war die falsche Hoffnung.

    *grml* :( aber dann werde ich mich da wohl ran machen müssen ... ;)

    Stefan schrieb:

    Probier als erstes: Entkalkungsmischung (aber keinen Entkalker auf Zitronensäurebasis!) mit Durgol oder ähnlichem ...

    kann man da den original De Longhi Entkalker reinkippen, den man für die normale Entkalkung nach Anleitung verwendet? Oder gibt's da etwas besseres/wirkungsvolleres?

    Besten Dank für Deine Hilfe!! :thump:
    als Zwischenfeedback, falls jemand hier mitliest: die Reinigung nach Stefans Anleitung hat auf jeden Fall schon mal was gebracht, es geht nun deutlich weniger spritzig, wenngleich noch nicht so gut wie ursprünglich. Ich werde wohl am Wochenende die Maschine noch mal aufmachen und im hinteren Bereich zerlegen. Infos dazu folgen dann. ;)
    auch nach dem inzwischen einige Zeit bei uns mit unterschiedlichen Reinigungsversuchen verstrichen ist, sind wir noch nicht wirklich weiter gekommen. Bisher fehlte die Zeit (und die Motivation), auch die restlichen - bisher unangetasteten - Teile der Maschine auseinander zu nehmen. Ich hoffe, ich komme demnächst mal dazu, denn die Ursache kann sich ja eigentlich nur noch irgendwo in diesem bisher nicht aktiv angerührten Teil der Maschine befinden. :kaffee
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