hallo zusammen,
ich habe eine betagte Jura C5. Sie wurde immer gewartet, entkalkt und hat mich nie enttäuscht. Nun scheint irgendwo der Wurm drin zu sein. Oft passiert es gerade beim ersten Kaffee dass dieser nicht über den Auslauf hinaus läuft wie gewünscht.
Stattdessen wird das Wasser irgendwo intern abgeleitet und landet in der Sammelschale. Danach wird der Kaffee ausgeworfen in den Tresterbehälter und man sieht dass dieser trocken und gemahlen ist das Wasser dort also gar nicht ankam.
Es funktioniert einigermaßen zuverlässig einen Kaffee zu ziehen, wenn ich zweimal das manuelle spülen auslöse. Irgendwo scheint hier eine Verstopfung zu sein die unter Umständen dazu führt dass das heiße Wasser nicht durch den Kaffee gedrückt wird.
Kennt jemand dieses Problem?
Was kann ich da tun?
Normales entkalken hat leider nicht geholfen.
Beste Grüße
J
Jura C5 liefert keinen Kaffee
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Hallo, Brühgruppe ausbauen/zerlegen und das Drainageventil auseinanderbauen.
Bestimmt hält die weiße Kappe am Ventilstössel nicht mehr, am besten durch eine Alukappe ersetzen und auch die Lippendichtungen austauschen.
Mit neuen Kolbendichtringen hast du dann eine überholte Brüheinheit.
Oder neue/revidierte kaufen.
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Danke, die (Video)Anleitungen für das revidieren sehen ja machbar aus. Jetzt muss ich nur noch das passende Set finden. Oft ist das Alusieb nicht mit dabei und es wird nur der Dichtungssatz verkauft.
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ich habe inzwischen die Revision meiner Brüheinheit durchgeführt. Dank verschiedenen Videos funktionierte das ganz gut. Leider arbeitet die Maschine noch nicht korrekt, offenbar habe ich beim Einbau der Brüheinheit einen Fehler gemacht. Beziehungsweise ich glaube die Brühlinheit war nicht in der korrekten Position bzw. der Stempel. Die Maschine macht einerseits normale Motorengeräusche, aber dann gibt es ein sehr lautes Rattern, so als wenn Zahnräder übersprungen werden. Ich werde die Brühl Einheit wohl noch einmal herausholen und die Position des Stempels überprüfen.
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[size=12]und moin erst mal !
Wahrscheinlich hast du die Torx- 15 Schraube unten rechts am Drainageventil vergessen einzuschrauben. Die verbindet die Brühgruppe mit dem Chassis der Maschine.
Gruß
Wolfgang[/size] -
Schrauben habe ich keine über, Ich glaube eher dass die Brüheinheit nicht 100%ig in Grundstellung war. das prüfe ich jetzt noch mal.
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Okay, langsam komme ich der Sache näher. Der höllische Lärm kam wohl von einem Magnet (?) der das Drainageventil normalerweise betätigt. Kann es sein dass das Drainage Ventil von so einem elektromagnetischen Stößel oder Drücker betätigt wird?
Jedenfalls saß die Brüheinheit nicht richtig an ihrem Platz und dieses Problem ist nun behoben. Kein Lärm mehr.
Dennoch habe ich trockenes Pulver im Tresterbehälter und heißes Wasser in der Schale. Also macht das Drainageventil im Moment noch nicht was es soll.
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[size=12]Hallo Stratege-0815 !
Ja, das Drainageventil wird von einem Metallstift, der durch einen Elektromagneten bewegt wird, betätigt. Die Fehlfunktion deines Drainageventils ( trockenes Kaffeepulver im Tresterbehälter ) beruht darauf, dass die weiße Kunststoffkappe nicht mehr fest auf dem Ventilstößel des Drainageventils sitzt. Dadurch gelangt das heiße Wasser nicht in die Brühkammer mit dem darin befindlichen Kaffeepulver, sondern landet in der Abtropfschale. Das Problem lässt sich zum einen durch Austausch des gesamten Drainageventils oder zum anderen durch Reparatur des Ventils lösen. Dazu muss dann die weiße Kunststoffkappe durch "Aufschlagen" einer Kappe aus Aluminium oder Messing ersetzt werden. Dafür gibt es im Internet Anleitungen.
Gruß
Wolfgang[/size] -
Ja, ich gucke mir das Ventil noch mal an. Die Kunststoffkappe wurde gegen die Aluminium Version getauscht. Vielleicht sitzt die nicht richtig drauf.
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Mit den Alukappen hatte ich auch schon Probleme, einige waren zu gross gebohrt und mussten geklebt werden und andere gingen so schwer drauf das sich der Stössel verbogen hat.
Der Stössel mit Kappe muss 53mm Länge haben, die Lippendichtungen werden mit der glatten Seite nach außen verbaut.
Das zusammengebaute Drainageventil testen: Schlauch anschlie9en, reinblasen und dabei den Andockstutzen zuhalten. Es darf keine Luft entweichen. -
Das mit dem Verbiegen kenne ich auch.
Hab mir inzwischen eine etwa 10cm lange Massive Messingstange mit etwa 5cm Durchmesser gerichtet und ein 4mm Loch rein gebohrt. Da den Stößel rein und Kappe drauf. Da verbiegt sich nichts mehr. Wenn man das Teil beim Schlagen in der Hand hält merkt man auch gleich wenn die Kappe drauf ist. -
Wäre es nicht ratsamer, wie bei den Händlern für die Kappen empfohlen, die Kappe zu erwärmen, gleichzeitig den Stößel abzukühlen, und dann das ganze ohne Gewalt aufzustecken? Dann verbiegt sich doch auch nichts.
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Ob es Ratsamer ist weiß ich nicht. Seit ich das mit dem Messing gerichtet habe brauche ich ein paar Sekunden für einen Stößel.
Bei den Messingkappen kann sein das erwärmen besser ist. -
Danke für den Hinweis mit den 53mm, mein erster Ansatz wäre auch gewesen die Alukappe wieder gegen die originale Kunststoffkappe zu tauschen. Mal sehen wann ich Zeit für die nächste Operation finde...
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[size=12]und moin noch mal in die Runde !
Ich habe so einen Block aus Aluminium mit der 4mm- Bohrung mal vor längerer Zeit bei ebay gekauft. Wenn die Passung der Alu- Kappe auf dem Stößel zu stramm ist, kann man die Stelle, auf die die Alu-Kappe aufgebracht werden soll, mit Sandpapier etwas kleiner bzw. dünner machen. Ich setze die Kappe dann mit Hilfe eines Schraubstockes auf den Stößel.[/size]
[size=12]Gruß
Wolfgang[/size] -
So, Abschluss der Geschichte. Brüheinheit wieder ausgebaut, Drainange Ventil geprüft. Alukappe saß nicht richtig, das Ganze hatte mehr als 53mm.
Keine Lust gehabt da jetzt rumzuhämmern oder mir eine Vorrichtung gegen Verbiegen zu bauen. Also wieder die Kunststoffkappe drauf gesetzt - alles ein gebaut.
Maschine getestet, tut.
Morgens der erste Kaffee : funktioniert. Danach wieder Ende Gelände. Nix, nada.
Aus Zeitgründen habe ich mir dann ein revidiertes Drainage Ventil gekauft, auch wenn das total meinem DIY Anspruch widerspricht.
Maschine wieder auf, Brühgruppe raus - Drainageventil getauscht. Alles wieder zusammen. Nun scheint alles dauerhaft zu funktionieren.
Das Ventil bleibt Ersatzteil bzw. muss noch mal überprüft werden. Alukappe richtig setzen etc.
Immerhin habe ich meine Maschine so deutlich besser kennengelernt.Parallel habe ich ja noch eine S90 als zweites Projekt hier stehen....
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