ESAM 3000 Kaffeebezug wird viel zu früh beendet

  • Modell: ESAM 3000 B EX:1 Magnifica | Baujahr: 2011 | Anzahl Bezüge: 10.800 | Entkalkungsmittel: Sulfodonsäure

    mechanische und elektrische Kenntnisse vorhanden? ja | Messgerät vorhanden? ja

    Moin zusammen,

    ich habe eine ESAM3000 von einer Bekannten zur Reparatur bekommen. Die Maschine hatte einen Frostschaden (Ventilstift für den Kolben der Brüheinheit geplatzt, Dampfventil undicht). Maschine repariert, schwarzen Schlauch gereinigt, ausführlich getestet, alles dicht. Aber: wenn der Regler für die Kaffeemenge auf der vorletzten oder letzten Position steht, wird der Kaffeebezug bereits nach 25-30% Tassenfüllung beendet, bei Reglerstand weiter links noch weniger Kaffee, dreht man den Regler rechts bis zum Anschlag, wird die Tasse randvoll. Man kann den Kaffeebezug ja durch Drücken auf die Taste "Tassenbezug" abbrechen. Komisch ist, dass beim Betätigen der Spültaste die Maschine die gleiche Menge Wasser durchspült, wie meine ESAM 3200. Ist das Spülen zeitgesteuert und wird der Tassenbezug gemessen (Flowmeter)?

    Das Potentiometer für die Kaffeemenge ist laut dem internem Testprogramm in Ordnung. Ich habe den korrekten Einbau der ausgetauschten Komponenten mehrfach überprüft, doch das brachte keine Änderung des Verhaltens. Angeblich hat die Maschine vor dem Frostschaden ordnungsgemäß funktioniert.

    Hat jemand von Euch noch eine Idee?

    Viele Grüße

    JeBu

  • Guten Morgen JeBu,

    willkommen im Forum.

    Die Funktionsanzeige für das Poti im Testmode ist sehr grob. Durch den Pumpenlauf können auch die Vibrationen bei einem defekten Poti zu Aussetzern führen. Ich würde versuchsweise das Poti austauschen.

    Die beiden Platinen auf Korrosion oder Verschmutzung kontrollieren. Kontakte zwischen den Platinen kontrollieren.

    Bei Frostschäden sind auch die Raccords am Boiler sehr empfindlich auf Risse. Diese können auch noch nach einiger Zeit auftreten. Deshalb würde ich vorsichtshalber einen Austausch empfehlen.

    Grüße TeKa

  • Guten Morgen TeKa,

    Vibrationen mit Wackelkontakt würden immer zu einem unterschiedlichen Ergebnis führen. Die abgegebene Kaffeemenge ist aber immer gleich bei gleicher Poti-Stellung.

    Das Flowmeter wäre vom Frost ebenfalls betroffen, weil das Wasser direkt hindurchfließt. Mich würde die Funktionsweise interessieren. Ich würde das als Flügelrad mit Reflektionslichtschranke realisieren und für die eingestellte Wassermenge die Anzahl der Impulse auswerten.

    Noch mehr Tipps? Auf Verdacht Tauschen halte ich nicht für zielführend;).

    Grüße JeBu

  • Durch eine 1,2 mm Düsenbohrung wird das Turbinenrad bei Wasserfluss in Bewegung versetzt.

    Oben auf dem Turbinenrad sitzen zwei Magnete, diese lösen an einem Hallsensor im Gehäusedeckel bei Vorbeifahren einen Impuls aus.

    Eventuell handelt es sich um eine "latched" also speichernden Hallsensor, dann müssen die beiden Magnete unterschiedliche Magnetpole aufweisen. Es braucht also immer den Wechsel von Süd- zu Nordpol und umgkehrt um das Ausgangssignal des Hallsensors von z.B. 5 Volt-High-Signal auf 0 Volt-Lo-Signal.

    Die Anzahl der High-Low-Wechsel steht dann im direkten Verhältnis zur Wassermenge.

    Mit dem Schaltplan im Saeco-Support-Forum könntest Du die Spannung am Prozessor messen, die vom Poti kommt. Das riecht irgendwie nach Signalweg.

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