Posts by n4rf

    Die Odyssee geht weiter: Dichtung zwischen Support und Funktionsventil ist wohl verschlissen. Erwartbar, aber bei juraprofi gibt es zwar den Support einzeln, aber nicht die Dichtung. Bei komtra gibt es die Dichtung einzeln, aber nur das gesamte Funktionsventil für ein Vielfaches. Hätte ja gut gehen können, da es bisher da nicht undicht war und die Dichtung zwar verformt (nicht mehr runder Querschnitt) war, aber nicht undicht. Falsch gedacht - jetzt wo der Support dicht ist, drückt es an der Dichtung raus.
    Aber es gibt auch noch einen weiteren Defekt, den ich durchaus spannend finde und so nirgends gefunden habe: In der Brühkammer ist unten ein Dichtring, durch den der Kolben gesteckt wird. Der ist mit einem Kunststoff-Stück fest, das eigentlich fest mit der Brühkammer verbunden sein sollte. Damit auch etwas fummelig rein zu bekommen. Bei dieser Maschine ist dieses Kunststoffstück nicht mehr mit der Brühkammer verbunden. Wenn man genau hinschaut sieht man auch, dass es an der Stelle wo es verpresst/verklebt/verschweißt war rausgebrochen ist. Damit zieht es den Dichtring samt diesem Kunststoffteil aus der Brühkammer nach oben, wenn der Kolben hochgedrückt wird und es läuft unten aus der Kammer raus. War nur komplett übertüncht von der Undichtigkeit durch den absolut zerstörten Dichtring am oberen Brühkolben, wodurch es überall vorbei lief. Jetzt läuft es genau unten aus der Brühkammer an der Kolbenstange vorbei.
    War vorher auch deswegen nicht feststellbar, weil ich den richtigen Schraubendreher für die Brühgruppe nicht hatte. Welcher Idiot hat sich denn bitte überlegt, dass es toll wäre, die Schrauben in ein fast 5cm Sackloch zu packen? Längere Schrauben waren wohl zu teuer. Aber gut, kostet nur nen 5er im Baumarkt.
    Die benötigten Ersatzteile (Brühkammer UND Dichtring) hätte man aber auch nicht bei juraprofi bekommen. Brühkammer ja, aber den Dichtring haben die nicht, obwohl die Brühkammer ohne kommt. Komtra hat zum Glück beides. Hätte also ohnehin bei beiden bestellen müssen, jetzt ist nur die Wartedauer länger und ich darf die Maschine ein weiteres mal zerlegen und wieder zusammenbauen. Mache das immer, wenn mehrere Tage Wartezeit da sind, damit nichts verloren geht oder ich vergesse, wie es wieder zusammen gehört. Insbesondere bei mir nicht vertrauten Maschinen.

    Das erstmal nur der Dokumentation wegen - vielleicht hat ja nochmal jemand was ähnliches oder ist auch etwas verzweifelt auf der Suche nach Ersatzteilen.
    Die Dichtsätze bei juraprofi sind auch so naja geeignet um ehrlich zu sein. Da fehlen einige Dichtringe für die Brühgruppe (Kolbenstange, Anschlusswinkel, das Ventildings obendrauf) und den Auslaufstutzen (die innendrin), dafür sind für die Druckschläuche viele dabei. Keinerlei Erwähnung, dass das Set nicht für das SBS Ventil gedacht ist.
    Schaue jetzt noch, ob ich auf das normale Cremaventil umbaue. Nach den Wartungssets brauchte ich jetzt nur noch das Kunststoff-Stück obendrauf. Mal schauen was aus der Maschine raus kommt, wenn sie sich nicht mehr innendrin einpinkelt :)

    Hallo zusammen,

    habe eine Saeco HD8856 von einem Verwandten zur Reparatur da (was man an Weihnachten so alles verspricht...). Die Dichtung vom Kolben der Brühgruppe hat es komplett hinter sich. Da fehlen Stücke - habe ich so auch noch nie gesehen. Es kommt etwas Kaffee raus, aber nicht viel, Trester ist recht feucht und es entsteht bereits nach einer Tasse eine Lache unter der Maschine.
    Ist es plausibel, dass das alles nur von der Dichtung für den Kolben kommt oder dürfte da noch was anderes im Argen sein? Das Wasser unter der Maschine ist klar, also kein Kaffee.
    Ich möchte gerne die nötigen Ersatzteile auf einmal bestellen und nicht mehrere Wochen damit rumhantieren :)

    VG
    Johannes

    Hallo zusammen,
    die ECAM 45.366 von meiner Mutter tropft zunehmend aus dem Heißwasserauslauf, obwohl nur Kaffee bezogen wird oder gespült wird.
    Denke, dass ein neues Solenoidventil benötigt wird. Hatte letztens viel auseinander, weil unten an der Maschine Wasser austrat - war die Expansionskammer. Da habe ich aber auch die Ventile mal geöffnet und gesehen, dass es bei wenigstens einem schon einen deutlichen Abdruck in der Dichtung gab. Gab auch Kalkablagerungen, die habe ich natürlich entfernt.
    Mir ist jetzt eigentlich nur unklar, welches der beiden für einen Austritt durch den Heißwasserauslauf bei Kaffeebezug verantwortlich wäre. Gibt ja eins oben in der Maschine, wo oben drauf ein Schlauch zur Expansionskammer geht und noch eins unten. Weiß das jemand?
    Vielen Dank!

    Ok, wie die 140V zustande kommen weiß ich nicht. Vielleicht kann da wer anders weiterhelfen.
    Hast du ein Multimeter mit unterschiedlichen Messbereichen?
    OL steht für open load, also keine Verbindung. Wenn es selbst im höchsten Anzeigebereich noch ist, wird die wohl hin sein. Vorausgesetzt, dass du die Messspitzen richtig eingesteckt hast und an der richtigen Stelle misst.

    Darauf achten, einer der Endschalter ist ein Öffner und der andere ein Schließer !

    Guter Hinweis, ist aber bekannt. Der obere ist ein Öffner, der untere ein Schließer. Ergo sollte das Überbrücken der Pins vom oberen Endschalter diesen als "nicht ausgelöst" schalten. Hatte ja auch zwischenzeitlich mal geklappt.
    Ich habe gestern Abend noch den Stecker vom Endschalter auf der Platine sowie alles was in der näheren Umgebung war und den PIC-Chip nachgelötet. Das bisherige Fehlerbild hat sich für mich irgendwie nach Wackelkontakt o.Ä. angefühlt.
    Scheint vorerst erfolgreich gewesen zu sein. Tut jetzt schon 24h, aber das hatte ich ja schon mehrfach. Ich habe die Maschine erst einmal wieder zusammengeschraubt. Ich bin mal gespannt :1f643:  
    Ich berichte mal im Laufe der Woche, ob das Problem wieder aufgetreten ist.

    @Gregor
    Danke für die schnellen Antworten.
    Membranregler haben die neueren DeLonghis ja schon ab Werk, da ist also nichts mehr zu holen. Ist auch echt nochmal besser als die ESAM3000B mit Membranregler.
    Beim Mahlwerk "stört" mich das Mahlgeräusch selbst eigentlich nicht. Das hochfrequente Geräusch vom Elektromotor übertönt das für mich recht deutlich bzw. ich nehme es mehr wahr und finde es weniger angenehm, als das Mahlgeräusch an sich.
    Geht eigentlich einher mit dem Geräusch des Motors für die Brühgruppe, wobei der etwas tiefer und damit angenehmer klingt.

    Genau so ist es. Der einzige Unterschied zur EP5 ist laut Datenblatt bei der EP5GW nur, dass diese noch VDE-Zertifiziert ist, die EP5 nicht.

    Ist die EP5 (egal ob mit oder ohne GW) denn noch lauter als die Invensys/ARS CP4 ?
    Hat mal jemand versucht, den Mahlwerksmotor gegen einen anderen auszutauschen?
    Sind auch bei den neueren Maschinen ja nach wie vor die mit Abstand lautesten Teile.
    Wie siehst du das Potential, da mit Dämm-Material etwas signifikantes rauszuholen?

    Scheint wohl doch nicht behoben und jetzt auch problematischer als zuvor.
    Bekomme im Testmodus immer "Limit Switch Up" angezeigt und die Brühgruppe fährt in Folge bis zum unteren Schalter nach unten. Wenn ich sie manuell wieder hochdrehe, ist die Störung weg, bis sie das nächste mal nach unten gefahren ist.
    Ich kann mir aber nicht mehr erklären, warum der obere Schalter auslösen sollte. Selbst mit Überbrücken bei abgezogenem Stecker oder auch auf der Rückseite der Platine bekomme ich noch die Anzeige, dass der Schalter ausgelöst hat. Also bin ich mittlerweile bei der Platine selbst angekommen.
    Gibt es zu der Platine einen Schaltplan?
    Auf dem Sticker steht:
    GDS
    BRD02576R00
    5213221541-13
    SW: 02.1.000
    17442 00225

    Müsste ja entweder irgendeine einzelne Komponente, eine defekte Lötstelle oder ein Software-Problem sein.
    Vermutungen?

    Löst der Endschalter unten aus? (Ist ein Schließer, also Durchgang beim Auslösen, sonst kein Durchgang)
    Was macht der Endschalter oben? (Ist ein Öffner, also kein Durchgang beim Auslösen, sonst Durchgang)
    Was siehst du im Testmodus, wenn du versuchst die Brühgruppe zu verfahren?
    Du kannst auch mal versuchen, die beiden Kontakte des oberen Endschalters zu überbrücken. Wenn die Maschine dann, bei ausgelöstem Schalter unten, nach oben fährt, gibt es vermutlich da ein Problem.

    Da du am Thermoblock warst, ist natürlich der obere Endschalter verdächtig - überprüf den und wie der verbaut ist am besten zuerst.
    Was meinst du mit dem Microschalter für Heißwasser? Den, der erkennt, ob der Milchtank aufgeschoben ist?

    Ich glaube nicht das die Stromaufnahme gemessen wird bei DeLonghi...

    Ok, sicher bin ich mir da auch nicht. Aber wie stellt die Maschine dann z.B. fest, dass keine Bohnen mehr drin sind?
    Zumindest bei denen, die ich betreue (siehe Signatur) ist keinerlei Sensorik im Bohnenbehälter, Pulverschacht oder am Mahlwerk/dessen Motor verbaut. Wenn keine Bohnen drin sind, gibt es aber eine entsprechende Meldung. Sehe da nur die Möglichkeit über Stromaufnahme von Mahlwerk und/oder Brühgruppenantrieb.

    Wie fest hast du denn die beiden Schrauben angezogen?
    Die Brühgruppenaufnahme (das graue Teil an dem du wackelst) sollte sich nicht relativ zu dem weißen Teil was du siehst bewegen. Normalerweise wackelt bei dem Test von dir das weiße Teil hinten hin und her, aber das graue Teil bleibt in Relation zu dem weißen genau gleich. Bei dir wackelt beides.
    Ab Werk sind die Schrauben mit Schraubensicherung versehen, so dass die sich weder leicht weiter festziehen noch lösen lassen. Du könntest die Schrauben auch mal komplett lösen, die Brühgruppenaufnahme abnehmen und schauen ob sich das Teil wo diese dran festgeschraubt wird in der Führung bewegen lässt. Wenn ja, ist was nicht in Ordnung. Wenn nicht, Brühgruppenaufnahme wieder montieren und Schrauben fest anziehen. Sollte nach dem ersten Lösen dann auch leichter gehen, da sich die Schraubensicherung teilweise verabschiedet.

    Die Reedplatine hat mit dem Mahlwerk nichts zu tun, sitzt ja am Getriebe der Brühgruppe.
    Die Maschine erkennt solche Fehler eigentlich nur daran, dass die Stromaufnahme des Motors nicht zu einem normalen Mahlvorgang passt. Das wird dann einfach auf der Steuerplatine mitgemessen. Wenn keine Bohnen drin sind, dreht das Mahlwerk ganz leicht, wenn es verstopft ist nicht bzw. sehr schwer. Dass kein Kaffee rauskommt kann die Maschine evtl. auch noch daran merken, dass der Strombedarf des Motors für den Brühgruppenantrieb zu gering ist, weil kein Kaffeepulver komprimiert wird.
    Letztlich hast du das Problem jetzt aber schon auf das Mahlwerk an sich eingegrenzt, da ja Spannung ankommt. Im Austritt des Mahlwerks ist immer Kaffeepulver, da kommt es ja halt auch raus.
    Hattest du in letzter Zeit mal das Mahlwerk auseinandergebaut? Also insbesondere den inneren Mahlkegel demontiert? Wenn das Mahlwerk von oben gesehen voll mit Kaffeepulver ist, kann es daran liegen, dass der Mahlkegel nicht richtig montiert wurde.
    Macht der Motor vom Mahlwerk denn überhaupt etwas, wenn das Problem auftritt? Also z.B. hoch drehen ohne dass der Mahlkegel sich dreht?
    Wenn der Motor überhaupt nichts macht, dann liegen wir irgendwo zwischen Kohlen verschlissen, Wackelkontakt im Kabel oder Motor hin. Hast du die Spannung an der Platine oder am Motor gemessen? Direkt am Motor, wenn das Problem gerade auftritt, wäre interessant. Wobei die Kontakte für 230V in den Maschinen eigentlich sehr zuverlässig sind.
    Wenn der Motor dreht und der Mahlkegel nicht, kannst du mal das Getriebe öffnen und schauen, ob sich da eventuell etwas verabschiedet hat. Unwahrscheinlich, aber wenn der Motor dreht, der Mahlkegel bei leerem Mahlwerk nicht und der Zahnriemen in Ordnung ist (dreht sich die Welle, auf der der Zahnriemen am Getriebe sitzt?), dann bleibt nur noch das Getriebe.

    Die Spezifikationen von dem von dir verwendeten Fett lesen sich quasi gleich zu dem OKS oder ähnlichen. Denke das sollte in Ordnung gehen.
    Für die Spindel habe ich bisher oft auch einfach das Silikonfett genommen, lag ja dann gerade griffbereit.
    Silikonfett ist jetzt für Metall auf Metall auch nicht verkehrt. Zuletzt habe ich ein Lithiumkomplex-Fett genommen, dass ich mir für verschiedene Sachen am Motorrad geholt habe. Ist druckbeständiger als das Silikonfett und rein subjektiv für die Aufgabe an der Spindel besser geeignet.
    Probleme hatte ich aber nach wirklich jahrelangem Schmieren mit dem Silikonfett auch nicht. Die ESAM3000 hat das schon zig tausend Bezüge "überlebt"...

    Als erstes würde ich schauen, ob die Brühgruppe an sich schwergängig ist. Wenn ja, die mal ordentlich fetten oder gleich zerlegen und reinigen und beim Zusammenbau fetten.
    Außerdem etwas Fett auf die Antriebsspindel geben, wenn du schonmal dabei bist. Das geht alles in ziemlich kurzer Zeit und dann weißt du schon, ob es ein gröberes Problem gibt.
    Bei der von dir beschriebenen Verschmutzung würde ich persönlich ohnehin die Brühgruppe komplett zerlegen, reinigen und neue Dichtringe einsetzen. Dazu dann bei der oberen noch das Sieb abnehmen, ordentlich putzen und eine neue Dichtung verbauen.