ESAM undichte Dampfheizung reparieren??

  • ESAM undichte Dampfheizung reparieren??

    Hallo Kaffeefreunde,

    hat schon jemand mal versucht eine undichte Dampfheizung zu Reparieren?

    Habe ewig gesucht, woher Wasser in das Gehäuse läuft?
    Bin drauf gekommen, dass es nicht immer passiert und zwar nur dann,
    wenn man Heiswasser braucht. Also aufgeschraubt und gesucht.
    Kurzum irgend wann meinte ich die Dampfheizung ausgemacht zu haben,
    sah aber nicht genau wo die Undichtigkeit war. Also ausgebaut und
    angeschaut. Nichts war zu sehen. Also ins Wasser getaucht und fest
    den Auslauf zu gehalten und reingeblasen und sieh da, gefunden.
    Foto ist unten angefügt. Wieso allerdings so eine Undichtigkeit
    überhaupt zustande kommt, kann man nur als Materialfehler benennen.
    Denn normal ist sowas nicht.

    Hat schon jemand versucht sowas zu Löten o.ä.? Material scheint Alu
    zu sein, aber Löten wohl eher nicht?
    Ich hätte die Idee es mit Auspuffpaste oder sowas zu versuchen,
    das hitzebeständig ist. Eventuell geht auch Knetmetall.
    Bin auf Eure Ideen gespannt.

    Danke im Voraus, Rocka

    (Neukauf muss mir keiner empfehlen, Ess geht um Ideen)
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  • PeWa schrieb:

    Rockabilly schrieb:

    Hallo Kaffeefreunde,


    (Neukauf muss mir keiner empfehlen, Ess geht um Ideen)
    Hallo, probiere es doch mal mit einem Schrumpfschlauch :1f609:

    Servus Peter,
    besten Dank für den Tipp. Habe ich leider nicht.
    Aber einen dünnen hitzefesten Gewebeschlauch.

    Ich versuche es zuerst mal mit Metallkleber von Stylex.
    Wenn das Loch weiter undicht bleibt, mache ich
    ein Pflaster aus dem Gewebeschlauch und papps drüber.

    Und wenn ich schon mal dabei bin, dichte ich noch die
    Anschlüsse oben ab in dem ich die Heizung auf den Kopf stelle
    und dann rundum den Kleber am Metallring auftrage.
    Grüsse von Rocka
  • maze schrieb:

    minium-Hartlot aber ich habe auch keine Erfahrung damit.
    Aluminium löten ist nicht so einfach. Zuerst muss die Oxidschicht runter, denn diese hat einen Schmelzpunkt von 2015°C, das Hartlöten von Alu findet aber bei ca. 450°C statt. Sprich: Mit Oxidschicht bekommt man keine Verbindung zum Grundmaterial.
    Man kann die Oxidschicht mechanisch entfernen, aber bei der kleinen Lötstelle an der Heizung geht das eigentlich nur chemisch. Das geht mit speziellen Flussmitteln, die die Oxidschicht entfernen.

    Eine andere Idee: An der schadhaften Stelle das Rohr der Heizung absägen und einfach einen neuen Anschlussnippel anbringen. Anschlussnippel und den Ring bekommt man jeweils als Ersatzteile (Zusammen ca. 5-6€).
  • Hallo Leute,
    hier die Fortsetzung meiner Forschungen.

    Erfolglos:
    Versiegelung mit Schnellkleber funktionierte nicht lange.
    Ursache die Oxyschicht auf dem Rohr.

    Neuer Versuch:
    das Aufbohren offenbarte, dass die eingedrehte Messingkupplung
    die Undichtigkeit verursacht hat. Das Material ist quasi gerissen
    oder geplatzt. sie Fotos:













    Jetzt muss ich versuchen das Loch irgendwie abzudichten, bzw. zu füllen. Ein Lötversuch scheiterte trotz einer Abhandlung im Netz, dass man nach Entfernung der Oxyschicht die Fläche mit Maschninenöl einreiben und somit die Einwirkung von Sauerstoff verhindert.

    Ich werde nun versuchen das Loch mit Schnellkleber zu füllen. Oder wenn das nicht geht, eine Minischraube kürzen und mit Epoxy reindrehen. Schrumpfschlauch habe ich leider nicht. Aber ob der dem Druck und der Hitze standhalten würde, scheint zweifelhaft.


    Oder hat jemand eine andere Idee?


    Danke und Grüsse, Rockabilly



  • supertramp schrieb:

    Gibt Anbieter wie weicon oder quiksteel
    mit Aluminium Reparaturmasse
    • Gefahrenhinweise
      • H315Verursacht Hautreizungen.
      • H317Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
      • H319Verursacht schwere Augenreizung.
      • H412Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
    • Sicherheitshinweise
      • P102Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
      • P280Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen (siehe Sicherheitsdatenblatt).
      • P302BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: siehe Sicherheitsdatenblatt.
      • P313Ärztlichen Rat einholen / ärztliche Hilfe hinzuziehen.
      • P333Bei Hautreizung oder -ausschlag: siehe Sicherheitsdatenblatt.
      • P362Kontaminierte Kleidung ausziehen.
      • P363Kontaminierte Kleidung vor erneutem Tragen waschen.
      • P501 Inhalt/Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen
      Mit dem Zeug wäre ich echt vorsichtig. Da die Masse aufgrund des Lochs auch mit dem Wasser zur Kaffeezubereitung in Berührung kommt würde ich ohne vorheriges Nachfragen beim Hersteller diese nicht verwenden. In den Sicherheits- bzw. technischen Datenblättern steht nichts zum Verhalten der Masse nach Aushärten.

    Aber schaut selber in die Datenblätter: weicon.de/einsatzgebiete/autom…50/repair-stick-aluminium


    An dieser Stelle nur von mir als Administrator zu meinem eigenen Schutz folgender Hinweis: Ich distanziere mich von Reparaturversuchen mit Materialien, Stoffen und Massen, die nicht ausdrücklich für diesen speziellen Zweck geeignet und gesundheitlich unbedenklich sind! Jeder, der damit experimentiert handelt in eigener Verantwortung. Für Schäden an der Gesundheit Dritter übernehme ich keine Haftung!!
  • supertramp schrieb:

    Ansonsten sind das Produkte , die entweder mit NSF Zulassung sind,
    bzw. als unbedenklich gelten, wenn sie ausgehärtet sind.
    Das ist eine Behauptung von Dir, zu mindest das Produkt von Weicon hat keine NSF-Zertifizierung. Und Weicon gibt das bei den jeweiligen Produkten extra an, ob eine entsprechende Zertifizierung vorhanden ist. Ich werde mal eine Anfrage bezüglich dem "Reparier Stick Aluminium" stellen.
  • Neu

    Hallo Gregor,

    was Du leider in Deiner Beflissenheit übersehen hast, treffen alle Warnungen auf viele andere Produkte zu, die auch in der Reparatur von Haushaltsgeräten in jeder Werkstatt verwendet werden. Beispiel Spiritus oder andere Reinigungsmitteln. Auch Maschinenöl wird gebraucht, um etwas gangbar zu machen.

    Und WIE ist es also mit den Entkalkern, die man zur Reinigung der KVA verwendet? Steht da nicht das gleiche drauf? Und trotzdem trinkt man anschliessend wieder seinen Kaffe ohne sich Gedanken darüber zu machen das Zeug durch die KVA zu jagen??


    Die etikettierten Warnungen gelten selbstvererständlich und sollen Handhabungsfehler vermeiden helfen. Das ist aber Sache des Anwenders.

    Also kann man die Sache auch von einer rein Vernunft gesteuerten Seite sehen. Vom herbeireden von Gefahren halte ich allerdings gar nichts.

    Ich sehe das halb so wild. NIx für Ungut.
    Grüsse Rocka

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rockabilly ()

  • Neu

    Bericht über meine Versuche enden nun damit, es hat alles nicht geklappt. Leider.
    Aber er Wert besteht darin, es versucht zu haben.

    Denn Teile einfach wegwerfen und neue ein setzen kann jeder. Das aber Widerspricht dem Tenor
    der Zeit, der auch politisch gewollten Wiederverwertung, z.B. durch Reparatur.

    Vom Spass an der Sache nicht zu reden.

    Also bis dann und zum nächsten Thema.

    Grüsse Rockabilly
  • Neu

    supertramp schrieb:

    Das Problem ist eher, dass es irgendwann undicht wird,
    wenn man mal negativ denkt.
    Damit hast Du vollkommen Recht. Weicon hat mir heute geantwortet und man empfiehlt die Masse bei der Einsatztemperatur und Druck nicht, weil es nur kurz halten würde. Leider ist man auf meine Frage bezüglich des Kontakt der ausgehärteten Masse mit Lebensmittel nicht eingegangen, allerdings bot man mir an morgen noch mal telefonisch Rücksprache zu halten.

    Rockabilly schrieb:

    was Du leider in Deiner Beflissenheit übersehen hast, treffen alle Warnungen auf viele andere Produkte zu, die auch in der Reparatur von Haushaltsgeräten in jeder Werkstatt verwendet werden. Beispiel Spiritus oder andere Reinigungsmitteln. Auch Maschinenöl wird gebraucht, um etwas gangbar zu machen.
    Es geht hier nicht um Haushaltsgeräte generell, sondern um KVA. Habe noch keine Werkstatt gesehen, die bei der Reparatur Maschinenöl verwendet. Bei Siebträgermaschinen ist das in der Tat Gang und Gäbe, die Teile werden dann aber entsprechend gereinigt, bevor sie wieder in Kontakt mit Wasser oder Kaffee in Berührung kommen. Und dann gibt es auch entsprechende Produkte mit NSF-Zertifizerung unterschiedlicher Stufen, die dann zum Einsatz kommen.

    Rockabilly schrieb:

    Und WIE ist es also mit den Entkalkern, die man zur Reinigung der KVA verwendet? Steht da nicht das gleiche drauf? Und trotzdem trinkt man anschliessend wieder seinen Kaffe ohne sich Gedanken darüber zu machen das Zeug durch die KVA zu jagen??
    Du willst nicht verstehen, was ich meine. Das ist sehr schade. Natürlich ist Entkalker mit entsprechenden Warnhinweisen versehen, er ist aber trotzdem für den entsprechenden Einsatzzweck offiziell freigegeben.

    Rockabilly schrieb:

    Also kann man die Sache auch von einer rein Vernunft gesteuerten Seite sehen.
    "reine Vernunft", genau darum geht es mir. Ich gebe Dir in dem Punkt vollkommen und 100%ig Recht. Du kannst aber nicht voraussetzen, dass hier jeder der mitliest Vernunft an den Tag legt. Und da bin ich verpflichtet gewisse Vorkehrungen zu treffen, da ICH für die Inhalte hier hafte. Deshalb der von mir rot geschriebene Hinweis. Das soll nicht bedeuten, dass nicht trotzdem über Möglichkeiten der Reparatur diskutiert werden darf. Es geht nur darum, dass solange ein Produkt nicht für den hier genannten Einsatzzweck als geeignet gekennzeichnet ist, sollte man entsprechende Hinweise hinzufügen, eben für diejenigen, die nicht mit ihrer reinen Vernunft an die Sache gehen. Und man kann auch nicht abschätzen, ob derjenige dann nur an seiner eigenen Maschine rumbastelt, sondern an fremden Maschinen.

    Rockabilly schrieb:

    Ich sehe das halb so wild. NIx für Ungut.
    Du darfst das gerne so sehen, da habe ich kein Problem damit.


    supertramp schrieb:

    Aber hier muss man sich wie ein Profi verhalten.
    Nein, muss man nicht. Aber meine Beweggründe, weshalb ich hier bei manchen Dingen Hinweise gebe habe ich ein paar Absätze vorher erklärt. Davon ganz abgesehen, haben wir hier schon den Ehrgeiz handwerklich anständige Hilfeleistung zur Reparatur zu geben.

    Von allem ganz abgesehen, verfolge ich die Ansätze auch mit Interesse.
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  • Neu

    supertramp schrieb:

    Sag doch bitte noch was zur Reparatur.
    Schraube eingedreht ? Na sowas geht hier kaum.
    Du denkst ja so wie ich, bin auch eher einer, der repariert.
    Aber hier muss man sich wie ein Profi verhalten.
    Die Lösungsvorschläge sind ja da, klammern wir mal den Reparatur-Kit aus.
    Ja mein Lieber,
    das mit der Schraube klappte auch nicht weil die so winzig war
    und noch gekürzt werden musste. Ich habe sie einfach nicht rein bekommen
    und bin ja kein Uhrmacher, der das wohl geschafft hätte :1f61c:

    Ich werden das Ding weiter im Auge behalten, eventuell fällt mir später
    noch was ein. Ich denka da an Lötung mit Gaskolben. Es gibt da ganz
    kleine für das Kunstgewerbe, die schon die nötige Temperatur bringen,
    aber nicht so grosse Geschütze sind. Ich melde mich.

    Bis dahin beste Grüsse, Rockabilly