ECAM 23.450 oberer Endschalter funktioniert trotzdem läuft Motor weiter

  • ECAM 23.450 oberer Endschalter funktioniert trotzdem läuft Motor weiter

    Hallo miteinander,

    bevor ich gleich mit meinem Problem ins Haus falle will ich mich ganz kurz vorstellen.
    Ich bin mitte zwanzig, komme aus der schönen Oberpfalz und bin studierter Maschinenbauer. Vor 3 Jahren hatte ich das erste Mal einen Delonghi VA (ESAM 3000) repariert und seitdem sind 3 weitere Maschinen durch meine Hände gegangen (ESAM 3500, ESAM 4000, ECAM 23.450).

    So nun zu meiner aktuellen Baustelle:

    Vorgeschichte:
    Ich hatte mir eine ECAM 23.450 mit vermeintlichen (simplen) Displayschaden für akzeptable 75€ erstanden und dachte mir mit ~60€ Investition in ein neues Display bekommt unsere neue Wohnung eine passende Kaffeemaschine spendiert. Nachdem öffnen konnte ich eine völlig durchgebrannte Leistungsplatine sehen und habe daraus geschlossen, dass „nur“ diese defekt sei und daraufhin getauscht. Dann musste ich feststellen, dass das Display doch auch hinüber ist und habe auch dieses noch erneuert. Zu guter Letzt hatte natürlich die Dampfheizung auch noch ein Leck und da ich mich zu diesem Zeitpunkt eh schon lange vom Gedanken ein Schnäppchen gemacht zu haben verabschiedet hatte, wurde die Heizung ebenfalls getauscht. Am Ende hatte ich trotzdem aufgegeben, da beim Einschalten die italienische Aufforderung kam, das Mahlwerk weniger fein einzustellen. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine einzige Bohne im VA war, hatte ich sofort den Durchflusssensor im Fokus, da aber ein neuer ebenfalls keine Änderung brachte wanderte der Automat endgültig in die Abstellkammer. Ich wollte (konnte) natürlich nicht ohne Kaffee leben und habe daher für 160€ eine halbwegs funktionierende ECAM 23.450 erstanden und diese lediglich dezent überholt.

    Aktueller Stand:
    Mich hat der Ehrgeiz gepackt und daher habe ich die „alte“ ECAM 23.450 wieder hervorgeholt. Als erstes habe ich mit meinem funktionierenden identischen VA das Display ausgetauscht und konnte dadurch einen Defekt an diesem ausschließen. Danach habe ich die Leistungsplatinen ebenfalls untereinander getauscht und auch hier lief alles Problemlos (in der neuen ECAM). Dann wurde die „alte“ ECAM, welche nun ja mit funktionierenden Display und Leistungsplatine ausgestattet ist gestartet und immerhin kommt jetzt nicht mehr die Meldung zu fein gemahlen, sondern allgemeine Störung. Dann also den Test Modus angeworfen um den Fehler auf die Schliche zu kommen. Bei der anfänglichen Auf-Ab-Fahrt der Brüheinheit fährt diese auf den oberen Endschalter und der Motor geht auf Anschlag. Durch schnelles Abschalten des Stromes konnte ich hoffentlich einen Schaden am Motor verhindern. Beim normalen Einschalten (kein Test Modus) fährt die BG wieder frei und die Meldung „allgemeine Störung“ erscheint. So jetzt kommts: ich habe den Endschalter erst durchgemessen und obwohl dieser einwandfrei funktioniert trotzdem mal mit dem anderen Endschalter aus der Zwillingsmaschine getauscht. Doch der Fehler tritt immer noch auf, auch wenn ich den Endschalter selbst betätige, geht der Motor nicht aus. Was kann hier noch sein :2753:

    Sry dass es so lang wurde, aber ich hoffe dadurch einen heißen Tipp zu bekommen, was meinen Fehler verursacht – vielen Dank schon mal :1f609:

    Grüße
    MaD
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  • Passiert das schon, wenn du nur hinten einschaltest? Der obere Endschalter ist ein Öffner, hast du mal direkt an der Leistungselektronik gemessen, ob dort auch das Signal unterbrochen wird? Der Endschalter sollte auf dem Stecker J4 Pin1/2 hängen.
    Gruß Stefan
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    Wo ist das Problem, bei Anfragen Groß-und Kleinschreibung/Punkt und Komma zu beachten? So was fällt bei mir unter Höflichkeit.
    Ich beantworte keine Fragen per PN oder Email, dazu gibt es das Forum!
  • Beim "normalen" Einschalten passiert nicht viel außer dass allgemeine Störung angezeigt wird. Im Test-Modus macht der VA eine automatische Referenzfahrt (ohne dass ich vorher irgendetwas gedrückt habe), bei dieser läuft der Motor weiter, obwohl der obere Endtaster aktiviert wird. Ich habe den Stecker im ausgesteckten Zustand gemessen, da ist alles in Ordnung. Direkt auf der Platine zu messen ginge ja nur wenn ich diese ausbaue, um von hinten die Messspitzen ansetzen zu können. Die Pins im Stecker sitzen aber an der richtigen Stelle, ich denke also nicht dass da ein Fehler vorliegt.
    Auf jeden Fall schon mal vielen Dank für deine Antwort, aber glaubst Du ich sollte nochmal direkt auf der Platine messen, oder hast du noch eine andere Idee?

    Gruß MaD
  • Normales Einschalten bedeutet für mich dass vorne am Eintaster eingeschalten wird. Wichtig ist aber das Verhalten bei der Autodiagnose. Diese wird durchgeführt, wenn der Einschalter hinten betätigt wird. Fährt da kurz was oder kommt sofort die allgemeine Störung?
    Gruß Stefan
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  • Ah oke, also folgendes Verhalten kann ich beobachten:

    Einschalten hinten --> für ca 3s "self-diagnostis" --> dann kommt die Uhrzeit und der VA ist bereit um (vorne) eingeschaltet zu werden (bei diesem Vorgang läuft weder der Motor noch ist sonst etwas zu hören)

    Einschalten vorne --> BG fährt ganz nach unten --> "Heating Up" für ca 10s --> BG fährt auf Mittelposition --> dann erscheint sofort "General Alarm"
  • MaDista schrieb:

    Einschalten hinten --> für ca 3s "self-diagnostis" --> dann kommt die Uhrzeit und der VA ist bereit um (vorne) eingeschaltet zu werden (bei diesem Vorgang läuft weder der Motor noch ist sonst etwas zu hören)
    Zieh mal das 3adrige Flachbandkabel von der Reedplatine an der Leistungselektronik ab und probier das dann nochmal. Wenn du ein Fahrgeräusch hörst, sofort wieder hinten ausschalten.
    Gruß Stefan
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    Wo ist das Problem, bei Anfragen Groß-und Kleinschreibung/Punkt und Komma zu beachten? So was fällt bei mir unter Höflichkeit.
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  • @ Stefan:
    hab ich gemacht, keine Änderung (Der Stecker ganz links, dritter von Oben mit grauem Kabel ist schon der richtige?)

    @ atzbaby:
    um dieses Problem ausschließen zu können, habe ich den Endtaster auch mal ausgebaut und manuell betätigt, dabei blieb der Motor jedoch auch nicht stehen. Die selbe Übung habe ich auch an meiner identischen Zweitmaschine gemacht, dort blieb der Motor sofort stehen.
  • MaDista schrieb:

    Der Stecker ganz links, dritter von Oben mit grauem Kabel ist schon der richtige?
    Bild?
    Gruß Stefan
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  • MaDista schrieb:

    um dieses Problem ausschließen zu können, habe ich den Endtaster auch mal ausgebaut und manuell betätigt, dabei blieb der Motor jedoch auch nicht stehen.
    Hast du direkt auf der Leitungsplatine gemessen ob der Schalter funktioniert? Ich meine an Hintenseite von Platine, direkt an Loetpunkte von Konnektor.
    Um Kabelbruch oder schlechtes Kontakt in Konnektor auf Platine aus zu schliessen.
  • MaDista schrieb:

    Durchgang einwandfrei vorhanden. Wenn ich den Taster betätige springt der Widerstand auf ~1 kOhm.
    Ok, das Signal ist also da.
    Entweder Microprozessor gibt kein Signal um Motor ab zu schalten oder Transistor (Q1, Q2) fuer Motor oder Relais (RL1, RL2) bleibt haengen.

    Naechste ist dan um Signal an Output von Microprozessor zu messen als du den Taster betaetigt.

    Wuerde an Basis von Q1 und Basis von Q2 messen, bei eine davon sollte Spannung bei betaetigen von Schalter wechseln von 5 VDC nach 0 VDC oder von 0 VDC nach -5V. Fuer messen am Beste eine Nadel gebrauchen, weil es alles so klein ist...
    Diese sind verbunden mit Pin 10 und Pin 15 von Microprozessor (PIC18LF4525).

    (Schaltplan ist hier zu finden: saeco-support-forum.de/threads…longhi-ecam-26-455.55442/)