Jura E60: Ist eine regelmäßige professionelle Wartung der Maschine sinnvoll?

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  • Jura E60: Ist eine regelmäßige professionelle Wartung der Maschine sinnvoll?

    Hallo,

    da ich viel Pech mit einer ganzen Reihe von Kaffeevollautomaten in der Vergangenheit hatte, und mir reihenweise selbst teure Geräte von Siemens, Bosch, DeLonghi und Co mehrfach während, oder unmittelbar nach Ablauf der Garantie kaputt gingen, hatte ich mich dazu entschlossen eine Jura E60 bei einem örtlichen Jura Händler mit einem Wartungsvertrag zu kaufen.

    Mit dieser Jura bin ich soweit sehr zufrieden und habe sie seit einem Jahr im Einsatz. Sie wird von mir nur mit Original Jura Entkalker und Reinigungstabletten behandelt wenn sie sich meldet. Ich habe bei dem Händler auch die Möglichkeit die Maschine (kostenlos) bei Bedarf zur professionellen Wartung vorbei zu bringen, sofern dies erforderlich sei. Nun stellt sich mir die Frage, ist das bei einer Jura notwendig bzw. sinnvoll oder reicht es da wirklich mit der Maschine anständig umzugehen, und die Reinigungsprogramme nach Aufforderung entsprechend durchzuführen?
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  • Hi,

    bei Jura ist es wie mit iPhones.... Mann muß sie einfach haben ...

    Jura´s machen super Kaffee, aber spätestens nach einem Jahr "normalem" Gebrauch sieht es in der Maschine aus, als hätte dort ein Tornado gewütet ! Überall Kaffeepulver
    und teilweise ist auch Schimmel zu finden.

    Ich persönlich rate jedem Jura Nutzer nach 1-1,5 Jahren eine Wartung durchführen zu lassen.

    LG

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kafffee-chris ()

  • moin elknipso !

    Ich selber verfüge über diverse ( aber ältere ) Maschinen von Jura ( von der F50 bis zur Giga 5 ). Ich kann dir nur folgenden Tipp geben : Das alleinige Durchführen des Reinigungs- und Entkalkungsprogrammes ist zwar zwingend notwendig reicht aber alleine nicht aus. Du solltest häufiger mal zwischendurch manuell die Spülfunktion der Maschine aufrufen und ausführen. Des Weiteren macht es Sinn, einmal am Tag, am besten abends , die Maschine bei herausgenommenen Schalen mit Hilfe eines Stück angefeuchteten Küchenpapieres unter besonderer Berücksichtigung des Brühsiebes von allen verbliebenen Kaffeepulverresten zu reinigen, gegebenenfalls auch mehrfach. Das Brühsieb kannst du mit den Fingern von vorne ertasten und befindet sich hinter und oberhalb der Tresterschaufel.
    Wie lange läuft denn dein Wartungsvertrag ? Spätestens nach dem Auslaufen des Vertrages solltest du versuchen, die erforderlichen Wartungsarbeiten selber auszuführen. Dazu gibt es hier im Forum sowie im Internet zahlreiche Tipps und Hilfen..

    Gruß
    Wolfgang
  • Der Wartungsvertrag läuft 4,5 Jahre, danach kann ich mir aussuchen ob ich die Maschine behalten möchte oder gegen ein dann aktuelles Nachfolgermodell tauschen und den Vertrag weiterlaufen lassen. Sinn macht natürlich die Maschine alleine schon wegen dem Restwert danach zu behalten, und dann bei Bedarf einen neuen Vertrag abzuschließen, wenn dies dann sinnvoll ist. Auf die Gesamtlaufzeit gesehen bezahle ich zwar etwas mehr als bei einem direkten Barkauf der Maschine, aber dafür habe ich die Garantie über die gesamte Laufzeit, und im Falle von Problemen einen örtlichen Ansprechpartner dem ich die Maschine vorbei bringen kann. Ich bestelle zwar nahezu alles im Internet, aber bei Kafeevollautomaten hat die Erfahrung gezeigt, ist das keine so gute Idee. Macht keinen Spaß die Dinger immer wieder einpacken, und verschicken zu müssen wenn was dran ist :).

    Danke auf jeden Fall schon mal für eure Beiträge, ich werde die Maschine dem Händler die Tage mal zur Wartung vorbei bringen, und dabei auch fragen was konkret er dabei durchführt/ersetzt :).
  • MrLed schrieb:

    Auch ich kann die jährliche Wartung nur dringend Empfehlen!

    Brühgruppe einer Jura F70:


    Die Besitzerin der Maschine bringt sie mittlerweile alle 6 Monate zu mir.
    Die Besitzerin scheint aber außer Reinigungstablette einwerfen nie irgendwas gereinigt zu haben. Das sieht ja furchtbar aus. So sahen meine Jura nach 2 Jahren nutzung nie aus. Im Inneren sammelt sich aber teilweise recht viel trockenes Kaffeepulver um den Bereich des Mahlwerkauswurfschacht. Ich denke, das hängt auch mit der statischen Aufladung des Kaffeepulvers zusammen, oder, wenn die Brühgruppe nicht mehr richtig rund läuft und der Einlass der BG nicht ganz unter dem Auswurdfschacht steht oder etwas geschlossen ist.

    @Nordbruch beschreibt es ganz gut: Abends die Resteschalen raus, alles säubern und die Schalen nicht ganz einschieben, damit Luft durch die Maschine zirkuliert und alles durchtrockent. Damit hatte ich nie Schimmel in meinen Maschinen, auch nicht die von Bekannten, Freunden, Arbeitskolelgen die ich betreut hatte.

    @elknipso
    Mit ein wenig Üung ist eine Siebträgermaschine nicht viel aufwändiger. Morgens per Zeitaschaltuhr einschalten lassen, dann ist die Maschine rechtzeitig vorgewärmt. Nur noch Wasser auffüllen, oder besser eine Maschine mit Festwasser, in den Siebträger mahlen, tampern und Bezug starten. So hat man ruckzug frischen und leckeren Kaffee. Und wenn man in der Anfangsphase Siebträger und Vollautmoat nutzt, kann man ganz in Ruhe am ST üben, bis man schnell genug ist.

    VA-Werdegang: Jura E75 06.2006-10.2006 >>> Jura S9 Avantgarde 10.2006-07.2007 >>> 08.2007-04.2008: DeLonghi PrimaDonna
    ST-Werdegang: Gaggia Evolution mit Demoka M-203 10.2007-01.2009 >>> Arte di Poccino Bar (ST+Mühle) seit 01.2009 >>> ab 03/2009 La Spaziale Mini Vivaldi + Eureka MCI/T seit 12/2009 Casadio Instantaneous >>> ab 04/2013 Bezzera 2000AL
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  • Also meine ist wieder aus dem Service zurück, und habe mir mal angeschaut was die so alles gemacht haben. Im Prinzip wurde die kleine Jura Wartung für die 79 Euro durchgeführt inkl. Reinigung der Brühgruppe, Überprüfung der Dichtungen etc.
    Laut Aussage des Händlers sehen sie selten Maschinen in so einem perfekten Zustand (da will ich gar nicht wissen wie manche Kunden mit den Geräten umgehen...) und es war alles in Ordnung.

    Daher vermute ich mal stark, dass bei den Kandidaten deren Maschine innen wie ein Schlachtfeld aussehen, der Umgang damit etwas fraglich gewesen sein dürfte.

    Ich persönlich bin mit dem Service und dem Angebot von dem Jura Händler nun noch zufriedener, das war vorher schon ein gutes Angebot (alleine wegen der Garantie von 4,5 Jahren) aber wenn ich da jetzt noch gedanklich 5x die Wartungsgebühren abziehe (selbst wenn es immer nur bei der kleinen Pauschale bleibt) dann war die Maschine im Endeffekt ein gutes Stück günstiger als wenn ich sie beim billigsten Kistenschieber im Internet gekauft hätte, und ich habe Ruhe :).
  • Gregor schrieb:

    MrLed schrieb:

    Auch ich kann die jährliche Wartung nur dringend Empfehlen!

    Brühgruppe einer Jura F70:


    Die Besitzerin der Maschine bringt sie mittlerweile alle 6 Monate zu mir.
    Die Besitzerin scheint aber außer Reinigungstablette einwerfen nie irgendwas gereinigt zu haben. Das sieht ja furchtbar aus. So sahen meine Jura nach 2 Jahren nutzung nie aus. Im Inneren sammelt sich aber teilweise recht viel trockenes Kaffeepulver um den Bereich des Mahlwerkauswurfschacht. Ich denke, das hängt auch mit der statischen Aufladung des Kaffeepulvers zusammen, oder, wenn die Brühgruppe nicht mehr richtig rund läuft und der Einlass der BG nicht ganz unter dem Auswurdfschacht steht oder etwas geschlossen ist.
    @Nordbruch beschreibt es ganz gut: Abends die Resteschalen raus, alles säubern und die Schalen nicht ganz einschieben, damit Luft durch die Maschine zirkuliert und alles durchtrockent. Damit hatte ich nie Schimmel in meinen Maschinen, auch nicht die von Bekannten, Freunden, Arbeitskolelgen die ich betreut hatte.

    @elknipso
    Mit ein wenig Üung ist eine Siebträgermaschine nicht viel aufwändiger. Morgens per Zeitaschaltuhr einschalten lassen, dann ist die Maschine rechtzeitig vorgewärmt. Nur noch Wasser auffüllen, oder besser eine Maschine mit Festwasser, in den Siebträger mahlen, tampern und Bezug starten. So hat man ruckzug frischen und leckeren Kaffee. Und wenn man in der Anfangsphase Siebträger und Vollautmoat nutzt, kann man ganz in Ruhe am ST üben, bis man schnell genug ist.
    Was soll denn der Besitzer einer Jura machen außer regelmäßig die Reinigungstablette einzuwerfen, die Maschine zu entkalken nund die Restwasserschale incl. Satzbehäler schön sauber zu halten? Zerlegen oder mit irgendwelchen abgewinkelten Pinseln in der Maschine rumzustochen sind ja wohl eine Zumutung bzw. bewusst von Jura unterbunden ( Ovalikopfschrauben).
    Die Bilder von Mr. LED sind noch harmlos, ich hatte neulich eine ENA 9 auf dem Tisch die sah noch schlimmer aus. Schimmel und sogar Spinnweben im Bereich des Pulvereinwurfes und der Rest der BG war vollgestopft mit feuchter Satzpampe. Derlei Konstruktionen sollten verboten sein bzw. die Leute müssten nach ZEIT xy gezwungen werden( mit Ausgabeblockade) die Maschinen zum Service zum bringen. Aber wie viele Kunden dann dabei bleiben ist fraglich.
  • uhrmacher schrieb:

    Zerlegen oder mit irgendwelchen abgewinkelten Pinseln in der Maschine rumzustochen sind ja wohl eine Zumutung bzw. bewusst von Jura unterbunden ( Ovalikopfschrauben).
    Das habe ich auch nirgendwo geschrieben. Den Rest habe ich weiter oben schon aufgeführt. Gerade auch den Bereich der Tresterschale und dem Drainageventil kann man ohne große Mühe gut sauber halten. Und wichtig ist halt, dass man die Schalen abends ganz entfernt oder ein Stück offen stehen lässt, damit Luft zirkulieren kann.

    Ich habe selber schon genug Jura gewartet und genug Erfahrungen gesammelt (zeitweise auch gewerblich), wie man die Situation entschärfen kann und wie Maschinen aussehen, wo die Nutzer nur "das unbedingt Nötigste" gemacht haben um einfach Kaffee beziehen zu können.

    VA-Werdegang: Jura E75 06.2006-10.2006 >>> Jura S9 Avantgarde 10.2006-07.2007 >>> 08.2007-04.2008: DeLonghi PrimaDonna
    ST-Werdegang: Gaggia Evolution mit Demoka M-203 10.2007-01.2009 >>> Arte di Poccino Bar (ST+Mühle) seit 01.2009 >>> ab 03/2009 La Spaziale Mini Vivaldi + Eureka MCI/T seit 12/2009 Casadio Instantaneous >>> ab 04/2013 Bezzera 2000AL
  • Gregor schrieb:

    uhrmacher schrieb:

    Zerlegen oder mit irgendwelchen abgewinkelten Pinseln in der Maschine rumzustochen sind ja wohl eine Zumutung bzw. bewusst von Jura unterbunden ( Ovalikopfschrauben).
    Das habe ich auch nirgendwo geschrieben. Den Rest habe ich weiter oben schon aufgeführt. Gerade auch den Bereich der Tresterschale und dem Drainageventil kann man ohne große Mühe gut sauber halten. Und wichtig ist halt, dass man die Schalen abends ganz entfernt oder ein Stück offen stehen lässt, damit Luft zirkulieren kann.
    Ich habe selber schon genug Jura gewartet und genug Erfahrungen gesammelt (zeitweise auch gewerblich), wie man die Situation entschärfen kann und wie Maschinen aussehen, wo die Nutzer nur "das unbedingt Nötigste" gemacht haben um einfach Kaffee beziehen zu können.
    Aber dass steht so nicht in der BDA und daran halten sich nun mal die meisten Benutzer, nicht alle sind solche Freaks wie wir! Zusätzlich kommt erschwehrend hinzu dass Jura das Drainageventil seit einiger Zeit auch noch verkleidet damit keiner die Sauerei sofort sieht, aber hinter der Verkleidung wird es nur noch schlimmer und saubermachen kanns kein Normalo.
  • Möchte nur meine Erfahrung mal Posten.
    War erst letzte Woche gewesen.

    "Kannst du mal nach der Maschine schauen, der Kaffee tröpfelt nur noch aus einem Loch ?"

    Klar, im anderen waren ja Bewohner drinnen.

    Die C5 hat nie eine Reinigungstablette gesehen.
    Wenn ich auf der Arbeit gesagt habe, dass ich nur noch aus Automaten trinke, die ich selbst offen hatte, würde immer gesagt:

    "Stell dich nicht so an, Wasser wird ja heiß gemacht !"

    Genau dieser Person war die Maschine. Bilder konnte ich mir nicht verkneifen !

    Hab aber vorher gefragt,ob Sie noch Kaffee getrunken haben.

    "Ja dauerte nur länger."

    Dann hab ich die Fotos gezeigt.
    Ich hab mich gefreut und Ihm war etwas übel.

    Das war bisher die dritte Maschine die ich so auf dem Tisch hatte.
    Meine wird alle viertel Jahr mal aufgemacht und nachgeschaut.

    Gruß Michel
    Bilder
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  • Danke für die Bilder!!

    raubritter schrieb:

    Die C5 hat nie eine Reinigungstablette gesehen.
    Genau so etwas meinte ich, als ich schrieb, dass die meisten Nutzer nur das wirklich Nötigste machen um Kaffee trinken zu können, sprich: Wasser und Kaffeebohnen auffüllen und ab und zu die Tresterschale leeren. Da kommen dann so ekelige Dinge zum Vorschein. Wobei, Maden hatte ich bisher in keinem Gerät gefunden. :1f922:

    VA-Werdegang: Jura E75 06.2006-10.2006 >>> Jura S9 Avantgarde 10.2006-07.2007 >>> 08.2007-04.2008: DeLonghi PrimaDonna
    ST-Werdegang: Gaggia Evolution mit Demoka M-203 10.2007-01.2009 >>> Arte di Poccino Bar (ST+Mühle) seit 01.2009 >>> ab 03/2009 La Spaziale Mini Vivaldi + Eureka MCI/T seit 12/2009 Casadio Instantaneous >>> ab 04/2013 Bezzera 2000AL