DeLonghi ESAM 6700 Primma Donna Avant - Blech korrodiert - Ersatz ?

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  • DeLonghi ESAM 6700 Primma Donna Avant - Blech korrodiert - Ersatz ?

    Hallo,
    bei meiner 6700 hat sich die Mutter des Brühgruppenantriebes mit einem lauten Knall verabschiedet.
    Dank der prima Beschreibung hier im Forum - herzlichen Dank dafür - konnte ich Sie zerlegen.

    Einmal geöffnet wollte ich mir auch den oberen Brühkolben anschauen. Dabei hatte ich große Mühe die rechte, vordere Schraube des Durchlauferhitzers (DLE = Thermoblock?) zu demontieren.
    Die Mutter und das Ende der Schraube (oberhalb des Wassertanks) sind total korrodiert (Bilder 1 u 2).
    Nachdem ich das Paar getrennt habe, musste ich feststellen, dass der Rost das darunter liegende Blech in dem Bereich mehr oder weniger zerstört hat.
    Das Blech ist auf der einen Seite oben rechts im Brühraum festgeschraubt und auf der anderen Seite von der beschriebenen Schraube des DLE/Thermoblock.
    Ich konnte es heraus nehmen, nachdem ich den rechten Anschlag der vorderen Klappe demontiert habe.

    Nun zu meinen Fragen:

    Wo bekomme ich ein Ersatzblech (s. Bild 3)?

    Angebote für Spindelmutter für die 8,8 mm Spindeln habe ich gesehen.
    Leider kein Angebot für die Motorkohlen des SpindelAntriebs der Brühgruppe (Bild 4).
    Wo kann ich diese finden, denn die leben wohl nicht ewig?

    Sicher ersetzen muss ich den oberen schwarzen Schlauch des DLE nach vorne (Bild 6).
    Auch hierzu konnte ich kein Angebot für den Ersatz finden?

    Welche weiteren Schläuche, Dichtungen, Teile sollte ich eurer Meinung nach vorsorglich austauschen,
    wenn ich die Maschine so weit auseinander gebaut habe?
    z.B.:
    Den oberen Brühkolben möchte ich entsprechend der Anleitung revidieren, oder würdet ihr zu einem Neuteil raten (Bild 7)?
    Der innere, "abgeknickte" Schlauch war mit nassem Kaffeemehl zugesetzt, dass ich allerdings leicht entfernen konnte (Bild 8).
    Sollte ich den Thermoblock = DLE revidieren (Bild 5)?

    Ach ja, wie unterscheide ich die ESAM 6700 von den EX 1 - 3 Modellen?
    Da wird bei einigen Ersatzteilen unterschieden.

    Danke für eure Geduld und noch mehr für eure Ratschläge :1f609:
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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von web ()

  • Die Schrauben für den Thermoblock gibt es z. B. hier:
    komtra.de/delonghi-ersatzteile…thermoblock-eam-esam.html

    Das Blech habe ich einzeln noch nie gesehen. So schlecht sieht das doch garnicht aus.
    Entweder du machst dir selbst ein neues, vielleicht aus Edelstahl, oder das alte blank schleifen und mit Zinkspray o. ä einsprühen.
    Die Dinger rosten wegen dem Dampf beim Milchschaum usw.
  • danke für eure Antworten.
    Es handelt sich um eine EX1.

    Das Blech ist nicht zu retten (Bild 1) - ich habe nun auch den Rest "abgestemmt" -, aber Maschinist hat mir bereits Ersatz angeboten.
    Vermutlich ist es korrodiert, weil wir unsere Maschine im Sommer mit sehr warmen Solarwasser befüllen. Dadurch hängt es im Dampf.
    Ich werde das Blech, das Schraubenende und die Mutter vor Wiedereinbau mit etwas Sprühzink versehen.

    Der schwarze Schlauch ist original, denn die Maschine ist noch nie geöffnet worden. (Interessant, dass die beiden Kunststofflaschen oben an der Seite des Malwerkes offensichtlich schon bei der Werksmontage an-/durchgebrochen waren.)
    Auch für diesen Schlauch hat mir Maschinist Ersatz angeboten.
    Wenn das Teil oberhalb des Brühkolben der Dampferhitzer (= Thermoblock?) und nicht der DLE ist er praktisch nie benutzt worden, da wir Milch seperat aufschäumen.
    Wahrscheinlich ist dann das rundliche Teil dahinter der DLE - wie von euch vermutet (Bild 2, Rückseite vor der Demontage).
    Was sind Raccords?

    Motorkohlen werde ich mir anschauen.
    Vermutlich hat unsere 6700 geschätzt 20.000 Bezüge. Ich kam zum Schluss leider nicht in das entsprechende Menue.

    Könnt ihr noch eure Einschätzung zu meinen Fragen von oben geben (Bildinfos s.o.):
    Welche weiteren Schläuche, Dichtungen, Teile sollte ich eurer Meinung nach vorsorglich austauschen,
    wenn ich die Maschine so weit auseinander gebaut habe?
    z.B.:
    Den oberen Brühkolben möchte ich entsprechend der Anleitung revidieren, oder würdet ihr zu einem Neuteil raten (Bild 7)?
    Der innere, "abgeknickte" Schlauch war mit nassem Kaffeemehl zugesetzt, dass ich allerdings leicht entfernen konnte (Bild 8).
    Sollte ich den Thermoblock = DLE revidieren (Bild 5)?

    Und noch ein Problem würde ich gerne beheben.
    Wir hatten immer wieder Wasser unter der Maschine.
    Offensichtlich läuft es aus dem Einschubschacht des Wassertanks nach unten (s. Bild 3).
    Der Ausstausch der Wassertankdichtung hat keine deutliche Verbesserung gebracht.
    Folglich habe ich bei jedem Einsetzen des Wassertanks den Schacht mit einem Handtuch trocken gewischt.
    Habt ihr da eine bessere Idee?

    Danke für eure Unterstützung und VG
    Bilder
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  • web schrieb:

    weil wir unsere Maschine im Sommer mit sehr warmen Solarwasser befüllen.
    Was ist den warmes Solarwasser? Du weist schon, umso wärmer umso schneller wachsen Keime.


    web schrieb:

    Was sind Raccords?
    Das sind die cremig-weissen Anschlussteile, wie am Durchlauferhitzer bei dir. Quasi Übergangsstücke vom Anschluss des Boilers auf die verwendeten Schlauchanschlüsse.


    web schrieb:

    Welche weiteren Schläuche, Dichtungen, Teile sollte ich eurer Meinung nach vorsorglich austauschen,
    wenn ich die Maschine so weit auseinander gebaut habe?
    Wenn du dir die Arbeit machen möchtest (ist schnell gemacht), alle Dichtungen an diesen dünnen Hochdruckschläuchen erneuern. Ist aber eigentlich nur nötig bei Undichtigkeiten. Die halten schon eine Weile. Du kannst ja mal testweise 1-2 Verbindungen lösen und schauen ob die Ringe noch elastisch sind. Beim Wiedereinsetzen der Schläuche immer etwas Silikonfett benutzen.


    web schrieb:

    Den oberen Brühkolben möchte ich entsprechend der Anleitung revidieren, oder würdet ihr zu einem Neuteil raten
    Revidieren sollte normal reichen, ist auch nicht wirklich schwierig. Gibt ja genug Anleitungen dazu.


    web schrieb:

    Der innere, "abgeknickte" Schlauch war mit nassem Kaffeemehl zugesetzt, dass ich allerdings leicht entfernen konnte
    Standartproblem, besonders wenn der Brühkolben nicht mehr ganz frisch ist. Wenn dieser Schlauch zusitzt, kommt es immer wieder zu Problemen. Das ist Quasi der Überdruckauslauf des oberen Brühkolbens. Aus hygienischer Sicht ganz wichtig: Schraub mal die Kammer auf (Expansionskammer genannt) in die der Schlauch führt. Aber nicht erschrecken, kann schon eklig sein da drin.


    web schrieb:

    Wir hatten immer wieder Wasser unter der Maschine.
    Das liegt aber eher selten am Wassertank. Schau dir die untere Führung des Wassertanks mal genau an, das Wasser was da daneben geht lauft in der Regel in die Auffangschale. Wasser unterhalb der Maschine kommt meistens vom undichten oberen Brühkolben. Das sucht sich dann über das Bodenblech den Weg nach unten/draussen. Bei der Gelegenheit auch mal die 5 Schrauben des Bodenblechs lösen und darunter alles sauber machen. Da liegt auch manche Leiche begraben. (ja, ich weiss, das Blech ist kein Blech sondern Kunststoff)

    Edit: Habe jetzt erst dein 3 Bild beachtet. Hm, da scheint tatsächlich das Wasser nebenher zu laufen. Vielleicht den Tank nicht so voll machen, beim Einschieben schwappt das Wasser hin und her und da geht schonmal was daneben.
  • vielen Dank für deine umfangreichen Antworten Heini !

    Wir haben eine Solaranlage, die uns das ganze Jahr vorgewärmtes Wasser zur Verfügung stellt (aus dem Wasserhahn).
    Das Wasser kann im Sommer gerne mal 60 - 70 Grad haben, was Energie spart und die Erhitzer schont (weniger Kalk)
    Wasser dieser Temperatur dampft auch ein wenig.
    In dieser Atmosphäre mit hoher Luftfeuchtigkeit wird die Schraube/Mutter und das Blech bei dem oben offen Tank korrodiert sein.
    Gibt es einen Deckel für den Tank?

    Natürlich reinige ich den Wassertank und Einschubraum des Tanks regelmäßig, die Maschine sowieso.
    Den oberen Brühkolben (oBK) reinige ich durch die vordere Klappe gelegentlich mit.

    Wenn ich die Brühgruppe neu fette/Ringe tausche, fette/reinige/tausche ich den Ring des oBK mit.
    Ich werde ihn revidieren.
    Schaue mir ebenfalls die Dichtungen der Hochdruckverbindungen an - danke für den Tipp mit der Nutzung von Silikon beim Einsetzen.

    Das Wasser auf der Einschubschiene des Wassertanks bleibt ein Problem. Ich schaue es mir beim Zusammenbau noch einmal an.
    Vielleicht finde ich eine Lösung (Blech/Folie), dann berichte ich hier.

    Es kann auch sein, dass eine Wasser-Kaffee-Melange des oBK unter das Bodenblech gelangt, wie du oben beschrieben hast, da wir dort auch einen dunklen Fleck auf der Stellfläche der Maschine haben.
    Ich werde mir deshalb auch die Expansionskammer anschauen.

    Bei der Reinigung des Innenraums ist mir immer wieder Kaffeemehl in Zwischenräume des Bodens verschwunden an die man nicht rankommt - Ich empfinde das als einen konstruktiven Mangel.
    Vielleicht besorge ich mir das Spezialbit um die Bodenplatte abzuschrauben, oder gibt es eine Alternative zu den Bits?

    Wenn nichts mehr hinzu kommt, bestelle ich jetzt die Teile und hoffe, dass ich alles wieder zusammen bekomme.

    Sollte es noch Anregungen Tipps geben, lese ich diese als Novize gerne - ihr habt mir bis hier her sehr geholfen.
    Vielen Dank nochmals!
  • web schrieb:

    Gibt es einen Deckel für den Tank?
    Die Tanks/Wasserbehälter haben immer einen Deckel? (mit Einfüllöffnung)


    web schrieb:

    Wenn ich die Brühgruppe neu fette/Ringe tausche, fette/reinige/tausche ich den Ring des oBK mit.
    Ich werde ihn revidieren.
    Solltest du machen, also alle Dichtungen im oberen Brühkolben 1 x neu. Nicht nur den großen O-Ring.


    web schrieb:

    danke für den Tipp mit der Nutzung von Silikon beim Einsetzen
    Das bestellst du am Besten gleich mit, da wo du die Teile bestellst. Muss ja lebensmittelgeeignet sein.


    web schrieb:

    Vielleicht besorge ich mir das Spezialbit um die Bodenplatte abzuschrauben, oder gibt es eine Alternative zu den Bits?
    Besorge dir das Bit, geht am besten. Vielleicht hat das dein Ersatzteilhändler auch im Angebot. Zur not geht auch ein kleiner Schlitzschraubendreher Größe Phasenprüfer. Der lässt sich auch etwas tricky ansetzen.