ESAM 6700 (2008): Allgemeine Störung

Diese Seite verwendet Cookies und Google AdSense. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen und Google AdSense zur Einblendung von Werbung benutzen. Weitere Informationen

  • ESAM 6700 (2008): Allgemeine Störung

    Hallo zusammen,

    Ich habe ein Problem mit meiner ESAM 6700 (2008) bei dem ich bitte eure Unterstützung benötige.

    Vorgeschichte:
    Habe die Maschine defekt übernommen: Allgemeine Störung.
    Ein Blick hinein veranlasste mich zur Totalrevision aller Komponenten.

    Getauscht wurden:
    • 3 Wege Ventil
    • Ulka Pumpe inkl. Raccords und Schläuchen
    • BG Antrieb (Spindelmutter), gesäubert und gefettet
    • Sicherungen am Dampferzeuger
    • Reedplatine


    Alle übrigen Teile wurden revidiert inkl. Dichtungen & Wärmeleitpaste. Soweit, so gut.
    Danach alle elektrischen Komponenten gemessen und mit den Werten im Forum abgeglichen: OK
    BG Motor inkl. Mechanik mit externem Netzteil geprüft: OK.

    Sofort nach dem ersten Einschalten wieder: Allgemeine Störung.
    Keine Reaktion in der Maschine, BG rührt sich nicht.
    Testmodus aufgerufen: Komponententest aller Teile negativ.
    Hardreset gemacht (Power+P). Danach ‚OK drücken‘ (Relais klackt) -> Knacken
    aus Umfeld Dampferzeuger: Untere Sicherung ausgelöst: Getauscht.
    Verdacht auf Triac defekt: TY1 & TY2 getauscht. Bei der Inspektion der Leistungsplatine
    einen durchgebrannten PTC2 gefunden: Getauscht. Platine optisch inspiziert, keine weiteren
    Defekte ersichtlich. LP wieder eingebaut, alle Kabel gemessen und wieder angeschlossen,
    dabei mit Schaltplan die Anschlusslogik geprüft: OK
    Maschine wieder eingeschaltet. ‚OK drücken‘ (Relais klackt): Allgemeine Störung. Keinerlei
    Reaktion der Mechanik. Erneut Testmodus: Komponententest aller Teile negativ.

    Aus Forumsberichten meine ich gelesen zu haben das beim Einschalten der Maschine kurz die Brühgruppe angesteuert wird. Also Spannung am Motor sowie Entstörplatine gemessen: 0V

    Ich habe versucht über die im Netz gefunden Schaltpläne Zusammenhänge mit dem
    Fehlerbild zu finden. Hier komme ich nunmehr nicht so richtig weiter. Es fehlt mir wohl an der nötigen Erfahrung.
    Daher hoffe ich, das jemand evtl. eine Idee hat wie die nächsten Schritte
    aussehen könnten oder ob ich etwas vergessen/übersehen habe.

    Die Maschine ist ein Bastelprojekt und soll irgendwann einfach wieder funktionieren. Natürlich
    könnte ich auch einfach die Leistungsplatine tauschen oder reparieren lassen. Letzteres würde
    Ich gerne selber erledigen - zumindest bis zu dem Punkt wo ich gar nicht mehr weiterkomme.

    Vielen Dank in die Runde fürs Lesen und evtl. Tipps,
    Bleibt gesund und viele Grüße

    Olli67
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.
    Werbung
  • Roland11 schrieb:

    Olli67 schrieb:

    Testmodus aufgerufen: Komponententest aller Teile negativ.
    Du meinst nichts funktioniert im Testmode?
    Ja genau. Die Touchfelder leuchten zwar beim Drücken auf aber null Reaktion der Komponenten.
    Noch nicht mal die Relais ziehen an - und das wundert mich. Denn wenn ich einen Reset mache
    und im Nachgang 'OK drücken' erscheint kann ich bei geschlossener Türe und drücken von OK eins und/oder beide Relais klicken hören.
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.
  • Hallo Roland11,

    vielen Dank für Deinen Hinweis mit der Bedeutung für die initiale BG Fahrt.
    Ich habe die Logik zwar vermutet freue mich aber umso mehr über Deine Bestätigung.

    Nunmehr habe ich Heute eine erneute Sichtung der LP gemacht und gemessen sowie
    den Schaltplan studiert. Für mein Verständnis schaltet der TY7 AC an den D14 damit
    dieser die BG mit DC bedient. Die 'Fahrtrichtungsumkehr' erfolgt durch die beiden Relais
    welche simpel Plus & Minus tauschen - je nach Auftrag. Lt. Schaltplan besteht
    die Schaltkette aus der Türe, dem Tresterbehälter sowie einem auf Durchgang geschalteten
    Triac TY7. Erst dann liegt Netzstrom an. Soweit richtig?

    Zufällig habe ich bei der Messung der Widerstände auch den TY7 'durchgepiept'.
    Erstaunlicherweise haben A1 & A2 Durchgang. Soll das so sein? Bei ausgebauter und
    stromloser Platine? Danach habe ich -aufmerksam geworden durch ein Nachbarforum-
    die Durchkontaktierung der Platine im Bereich des D14 gemessen: Kein Durchgang.

    Daher würde ich jetzt als nächsten Schritt den TY7 tauschen und die Durchkontaktierung fixen.

    Was denkst Du, Roland11 und ihr anderen Fachleute hier, ist das der richtige nächste Schritt
    oder habe ich etwas Wichtiges übersehen?

    Freue mich schon auf ein Feedback,

    Grüße von Olli67
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.
  • Neu

    Roland11 schrieb:

    Meistens ist die Ursache glaube ich: Kurzschluss im BG-Motor! Also nicht die Platine reparieren und danach wieder alle Komponenten aufblasen mit alten Motor...
    Da magst Du recht haben. Ich habe den Motor zwar ohmisch gemessen und erfolgreich am Labornetzteil betrieben
    aber zur Sicherheit einen neuen bestellt. Ist eben angekommen :1f642:
    Der TY7 ist auch bestellt und sobald alles verbaut wurde melde ich mich wieder.
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.
  • Neu

    Vielen Dank für den Tipp!

    Der PTC2 ist schon neu, hast Du evtl. einen Tipp wie ich den D14 im eingebauten Zustand durchmessen kann?
    (Ordentliches Messgerät und ein wenig Elektronik Fachwissen sind vorhanden)
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.
    Werbung
  • Neu

    Roland11 schrieb:

    Meistens ist auch D14 (halb) defekt, also diese erst noch durchmessen. Und PTC2 auch durchmessen.
    Du hattest mit dem D14 natürlich recht - Nachschub ist schon unterwegs.

    Eine gute Erklärung wie man die defekte Durchkontaktierung fixen kann
    habe ich hier im Forum gefunden: Durchkontaktierung Leistungsplatine
    Ein wie ich finde sehr hilfreicher Thread welcher auch flankierend viele
    Infos zu meinem Fehlerbild bereithält.

    Grüße
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.
  • Neu

    Hallo zusammen,

    hier ein kleines Update zum Thema.

    Ich habe den Brückengleichtichter (D14) getauscht. Vorher natürlich den D14 durchgemessen. Alles OK.
    Dann habe ich die defekte Durchkontaktierung gefixt und Verbindugn gemäß Schaltplan geprüft: OK
    Zu guter letzt wurde dann auch noch der TY7 getauscht.
    Im Nachgang alle logischen Verbindungen um das Thema Motor Brühgruppenantrieb mit dem Schaltplan abgeglichen und 'vermessen'. Alles prima. Um weitere Fehlerquellen auszuschließen wuden auch die Schalter der Tür und der Tresterschale getauscht. Verdrahtung logisch geprüft und gemessen. OK.

    Voller Vorfreude die LP wieder eingebaut und alles penibel verdrahtet. Vorher noch die einzelnen Kabel gemessen sowie erneut alle Bauteile ohmisch gemessen. Alles im grünen Bereich. Wasser in den Tank und rein damit, ran an den Strom und eingeschaltet. Dann 'OK drücken' und 'Bitte warten'; Relais klackt. Ca. 10 Sekunden später die unbedarfte Meldung: Allgemeine Störung. Der dämliche Motor (sorry) zuckt noch nicht mal. auch das DMM zeigt null Erregung am Motorausgang. In den Testmodus komme ich jetzt auch nicht mehr....
    Also, LP wieder raus und ab unter die Lupe und diesmal alle Dioden und Wiederstände gemessen und Werte abgeglichen. Keine Ausreisser. Ich bin nunmehr ein wenig Ratlos. Habt ihr noch einen Tipp?

    Frage:
    Wenn ich den Schaltplan richtig interpretiere triggert die CPU via Q9 den TY7 welcher AC schaltet um via D14 DC zu erzeugen. Vorab zieht eines der beiden Relais (RL2/3) an um die Drehrichtung des Motors vorzugeben. Falls meine Annahme richtig sein sollte kann doch nur noch der Q9 (Transistor) oder die Steuerleitung unterbrochen sein. Oder?

    Danke euch für's Lesen; evtl. hat ja jemand noch eine Idee oder ich sehe den Wald vor lauter Bäuen nicht mehr; vielleicht ja auch nur irgendwo falsch abgebogen.

    Grüße
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.
  • Neu

    Ich verstehe die Ansteuerung genau so wie du es geschrieben hast. Musst dich also vom Controller bis Ty7 durchmessen. Aber die Türschalter spielen ja auch eine Rolle bei der Ansteuerung. Eventuell ist da was falsch angeschlossen. Und beim Testen sollten dann auch alle Schalen drin und die Tür zu sein.
    Delonghi + lange Spass mit der Maschine = regelmäßig Antriebsspindel + Brühgruppe schmieren + nur mit Amidosulfonsäure entkalken. :1f60e:
  • Neu

    Heini-22 schrieb:

    Aber die Türschalter spielen ja auch eine Rolle bei der Ansteuerung. Eventuell ist das was falsch angeschlossen.
    Hallo Heini-22,

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Den Verdacht hatte ich auch schon und brückte deswegen temporär die beiden Schalter in der 'geschlossen' Stellung um Flüchtigkeitsfehler auszuschließen.

    Werde wohl noch eine kleine Messreihe auflegen müssen :1f642:

    Grüße
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.
  • Neu

    Eine Verständnisfrage habe ich noch:

    Wenn ich die Schaltung richtig lese müsste doch folgendes zutreffen:

    Wenn beide Schalter (Tür & Trester) geschlossen sind sollte doch an F13 (gemessen gg. F4) 230V AC anliegen, oder? Weil der TY7 schaltet ja 'nur' GND durch.

    Fragen über Fragen :1f642:

    Grüße
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.
  • Neu

    Roland11 schrieb:

    Pruefe ob Verbindung zwischen Konnektor F7 und RL2 ok ist. R67 intakt? Verbindung zwischen TY7-A1 und GND ok?
    Hallo Roland11,
    hier meine Ergebnisse:

    -F7 zu RL2: OK
    -R67: 81,2 (Plan 82): OK
    -TY7-A1 zu GND Verbindung OK

    Vielen Dank das Du mich so gut unterstützt!

    Grüße
    Wie man(n)s macht, macht mans falsch. Und macht mans falsch, isses auch nicht richtig.