EAM 3250 undicht, Dampfheizung entfernen, Frage dazu

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  • EAM 3250 undicht, Dampfheizung entfernen, Frage dazu

    Hallo zusammen.
    Unter meiner EAM3250 stand in letzter Zeit immer wieder reichlich Wasser. Konnte inzwischen die Ursache finden: der Konus des Schauchs vom Magnetventil zur Dampfheizung hat, wohl durch zu festes Anziehen, den Nippel gesprengt. Der Haarriss lässt sich nicht abdichten. Lass ich die Überwurfmutter zu lose kommt Wasser raus, ziehe ich sie fest vergrößert sich der Riss, und Wasser kommt raus...
    Eine neue Dampfheizung kostet jetzt zwar nicht die Welt, aber ich brauch sie nicht (Schwarztrinker :1f609: ), zumal das Gerät nun ja schon einige Jahre auf dem Buckel hat.
    Beim Überfliegen des Forums habe ich eine Anleitung zum Umbau zur Entfernung des Dampferzeugers gefunden, finde ich aber im Moment nicht wieder.
    Den Umbau habe ich schon auch ohne die Anleitung durchgeführt (naja, Dampfheizung abgeklemmt und Heißwasserleitung statt zum Magnetventil zum Dampf/Heißwasserhahn geführt), Kaffebezug funktioniert, Heißwasser funktioniert, alles scheint dicht, aber was ich noch nicht getestet habe und mich nicht traue: was ist beim Dampfbezug (könnte ja mal Besuch bekommen :1f642: )?
    Geht die Maschine unwiderruflich in einen Fehlermodus, weil der Thermoschalter des Dampferzeugers keine Erreichung der Solltemperatur meldet?
    Möchte ungern den Dampferzeuger angeschlossen lassen, damit er nun ohne Wasser aufgeheizt wird um die richtige Temperatur zu melden.
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  • Kein Problem, der Fehler wo nach nach einigen Minuten gemeldet wird lässt sich löschen
    Gruß Stefan
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    Wo ist das Problem, bei Anfragen Groß-und Kleinschreibung/Punkt und Komma zu beachten? So was fällt bei mir unter Höflichkeit.
    Ich beantworte keine Fragen per PN oder Email, dazu gibt es das Forum!
  • Alles klar, Danke.
    Ich habe mir gerade die Verschaltung der Thermoschalter angeschaut, beide sind in Reihe zum Heizelement des Dampferzeugers. Der eine schaltet ab wenn die Solltemperatur erreicht ist, der Andere, wenn sie überschritten wird. Also keine direkte Meldung an die Steuerplatine.
    Sofern keine Stromüberwachung auf der Steuerplatine integriert ist, davon gehe ich (aus Kostengründen :1f643: ) aus, sollte eigentlich gar nichts passieren, das Einzige was passieren kann, ist wohl, dass das Überdruckventil an der Pumpe ab und an abbläst wenn der Druck im System zu hoch wird. Das Magnetventil zur Druckentlastung des Systems nach Dampfbezug ist ja nun auch außer Betrieb.
    Kann natürlich sein, dass der Dampfbezug an sich nicht mehr funktioniert, weil evtl. nur der (nicht mehr vorhandene) Dampferzeuger anstatt des TB angesteuert wird.
    Solange noch die Entkalkungsroutine störungsfrei durchläuft kann ich damit leben :1f609: , werde ich morgen testen. Wenn's schief läuft melde ich mich noch Mal.

    Gruß an alle und Guten Rutsch
  • dr_creep schrieb:

    Ich habe mir gerade die Verschaltung der Thermoschalter angeschaut, beide sind in Reihe zum Heizelement des Dampferzeugers. Der eine schaltet ab wenn die Solltemperatur erreicht ist, der Andere, wenn sie überschritten wird.
    Fast richtig. Beides sind Temperatursicherungen, darüber wird keine Temperatur geregelt. Da hat DeLonghi bei den Bezeichnungen "Thermostat" daneben gegriffen.
    Es bläst normalerweise auch kein Überdruck ab, da Dampf und auch Heisswasser nicht mehr funktioniert. Aber die Entkalkung funktioniert
    Gruß Stefan
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  • Sorry, da muss ich jetzt ein wenig widersprechen.
    Wenn, dann ist nur einer der beiden Thermoschalter als Sicherung eingesetzt.
    Beide sind in erster Linie Schalter, da sie Schaltkontakte haben. Diese werden per Bimetall gesteuert.
    Jetzt gibt es bei dieser Art Thermoschalter zwei Varianten:
    die Eine schaltet bei einer fest eingestellten Temperatur (daher kein Thermostat, die sind ständig einstellbar) ab und beim Unterschreiten wieder ein. Diese Thermoschalter werden i.d.R. verwendet, die Heizung (egal welcher Art) bis zum Erreichen der Solltemperatur einzuschalten und dann den Strom zu trennen. Sobald die Temperatur wieder unterschritten ist (Hystere Mal außer acht gelassen) wird die Heizung wieder eingeschaltet.
    Die andere Variante ist so gebaut, dass sie beim Erreichen der eingestellten Solltemperatur dauerhaft abschaltet, diese werden vorwiegend als Übertemperatusicherung eingesetzt. Es gibt dabei Typen, die auch rücksetzbar sind, die haben dann eine Bohrung oder einen kleinen Knopf, um das Bimetall in die Ursprungslage zurückzusetzen.

    Jetzt gibt es natürlich auch reine Übertemperatursicherungen, das sind z.B die, hauptsächlich in radialform, die gerne mit Dioden verwechselt werden. Diese haben auch keine Schaltkontakte sondern spezielle Lötverbindungen. Die trennen unwiderruflich den Strom und müssen immer ausgetauscht werden. Habe ich auch schon oft getauscht, besonders in Filterkaffee- und Nespresso-Maschinen. Die fallen oft nur aufgrund des "Alters" aus.

    Aber genug OT:
    Nach Abklemmen der Dampfheizung funktioniert erwartungsgemäß der Dampfbezug nicht mehr, alles andere ohne Probleme, auch Heißwasser (reicht zumindest zum Tassenvorwärmen).
    Da eine neue Dampfheizung nun nicht die Welt kostet und ich vielleicht doch einmal Besuch bekommen könnte :1f609: : das Ersatzteil hat wohl die Artikelnummer 5513227931.
    Jetzt sehe ich aber bei allen Abbildungen, dass die Anschlüsse silberfarben sind, deutet auf Edelstahl, oder? Meine waren in Messing. Die Überwurfmutter und der Dichtkonus am Schlauch sind auch aus Messing. Muss ich wegen des Materialmix mit vorzeitiger Korrossion rechnen, oder kann ich den Grad der Korrossion in Anbetracht der zu erwartenden Restlebensdauer des Geräts einfach ignorieren?

    Gruß
    Hans
  • Hallo Hans,

    die Umbauanleitung für diese Art von EAM und ESAM ist von mir:
    Umbau / Vereinfachung ESAM 4400 (sollte auch funktionieren bei ESAM 4300, ESAM 3400 und ESAM 3300)

    @Stefan
    Doch bei diesen Maschinen sind tatsächlich zwei unterschiedliche Temperatur-Bimetall-Sicherungen verbaut. Eine mit 170 °C für die Regelung der Dampftemperatur und eine mit 318°C als Sicherheitstemperaturbegrenzer.

    Heißwasser wird bei den Delonghis nach meinem Kenntnisstand immer über die Kaffeeheizung gemacht.
    Entkalkung ist übrigens nicht eingeschränkt, sollte aber bei den EAM und ESAM immer das manuelle Spülen der Entkalkerlösung durch den oberen Brühkolben einschließen.

    Ich würde die Dampfheizung weg lassen und die Milch mit Mikrowelle vorwärmen und mit Akku-Handaufschäumer aufschäumen.

    Der Wegfall des Magnetventils und der Dampfheizung beseitigt eine der großen Fehlerquellen an diesen Maschinen.

    Grüße TeKa
  • TeKa schrieb:

    Doch bei diesen Maschinen sind tatsächlich zwei unterschiedliche Temperatur-Bimetall-Sicherungen verbaut. Eine mit 170 °C für die Regelung der Dampftemperatur und eine mit 318°C als Sicherheitstemperaturbegrenzer.
    @TeKa und Hans
    Sorry, ihr habt Recht. Ich war in Gedanken bei den Maschinen mit Milchbehältern, die 2x 318° verbaut haben.

    TeKa schrieb:

    Eine mit 170 °C für die Regelung der Dampftemperatur
    stimmt, ist ja noch eine EAM. Die hat dann an der Dampfheizung keinen Temperaturfühler.

    TeKa schrieb:

    Heißwasser wird bei den Delonghis nach meinem Kenntnisstand immer über die Kaffeeheizung gemacht.
    Richtig, aber bei meiner 6600 ist die Funktion Heisswasser nach Stilllegung der DH ausser Kraft. Und ja, Entkalkung funktioniert trotzdem
    Gruß Stefan
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  • Neu

    So, die Dampfheizung ist entfernt.
    Habe mir dann die beiden Temperaturschalter näher angeschaut.
    Der für 170° ist ein Bimetallschalter der sich zurückstellt.
    Der für 318° hat anstelle des Bimetallplätchens in der Verlängerung des Keramischen Stiftes, der den Schaltkontakt geschlossen hält, einen kleinen Metallstift drin. Und der schmilzt wie Lötzinn beim Überschreiten der Temperatur weg. Eine Form von Übertemperatursicherung, die mir noch nicht untergekommen ist. Man lernt halt nie aus...

    Jetzt ist es auch sinnfrei den Entkalkungsvorgang mit der Standardroutine durchzuführen, lediglich um die blinkende LED aus zu bekommen. Nach dem TB kommt ja nur noch die so nicht mehr nutzbare Dampfdüse. Die Dampfheizung, die entkalkt werden müsste ist ja weg.
    Daher macht nun nur noch Entkalkung über den Brühkolben Sinn. Ist halt ein wenig mehr Aufwand, aber mache ich eh schon seitdem ich die Maschine reaktiviert hatte.
    Und das Wichtigste: kein Wasser mehr unter dem Gerät. :1f60a:

    Gruß
    Hans