Erfahrungsbericht - 10 Monate Praxiseinsatz mit der DeLonghi ESAM 4300

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    • Erfahrungsbericht - 10 Monate Praxiseinsatz mit der DeLonghi ESAM 4300

      Bericht 1. Teil

      Hallo !

      Meine ganzen Erfahrungen die ich die letzten 10 Monate mit dieser Maschine gemacht habe will ich euch hier in diesem Erfahrungsbericht mitteilen :

      Optisches Erscheinungsbild :

      Die Maschine hat eine goldfarbene Front, die restlichen Seiten sind in schwarz gehalten. Die Maschine hat relativ kompakte Ausmaße (HxBxT) 350x280x360 .
      Oben :

      Auf der linken Seite befindet sich der Bohnenfachdeckel, darunter liegend das Bohnenfach mit 14 stufiger Mahlgradverstellung des Mahlwerks.


      Auf der rechten Oberseite befindet sich die Tassenablage, die bei der ESAM 4300 in Metall ausgeführt ist, bei den billigeren Serien in Plastik. Die Tassenablage wird bei der DeLonghi auch richtig heiß, da sich direkt darunter der Thermoblock befindet, dessen Abwärme dafür genutzt wird.
      Die Maschine hat auf der rechten Seite oben Lüftungsschlitze für die Heizung, die recht warm werden, also ist es unbedingt notwendig, dass die Maschine rechts nicht direkt neben einer Wand stehen sollte, da diese dann sehr heiß werden würde, bzw. das Gerät die Abwärme der Heizung nicht gut genug ableiten könnte


      Mittig oben gibt es den Deckel für das Einfüllfach von gemahlenen Pulver, praktisch ist dass der dafür benötigte Pulverlöffel dort in einem Fach aufbewahrt werden kann, also Pulverfachdeckel auf, Kaffeelöffel entnehmen, Pulver einfüllen für Bezug, fertig.


      Front :
      Oben der Bedienteil mit den Knöpfen für Ein/Aus , Ein-Tassenbezug, Zweitassenbezug, Heißwasser/Dampfumschaltknopf, Spülen/Entkalken Taste, Kaffeepulvertaste, Regler für Wassermenge, Regler für Kaffeemenge, Dampfhahn.
      Darunter der Kaffeeauslauf, der in der Höhe verstellbar ist, und darunter die Abtropfschale mit dem Abtropfgitter - leider nur in Plastik-schwarz - daher sehr kratzanfällig.


      Bis jetzt war alles nur graue Theorie aber wie einfach und kompliziert lässt sich die DeLonghi bedienen, bzw. welche schönen und nicht so schönen Seiten zeigt die Maschine im harten Kücheneinsatz eines Kaffee-Welt.net Moderators , das alles erfahrt ihr in den nächsten Zeilen über den

      Praxiseinsatz :

      Einschalten :
      Die Maschine ist nach gestoppten 1 Min 12 sec auf Betriebstemperatur, danach führt die Maschine automatisch einen Spülzyklus durch, bei der die Pumpe sehr laut bzw. untypisch rattert, das erste Mal macht das keinen guten Eindruck, aber man gewöhnt sich dran, auf alle Fälle kommt dieses Rattern nur beim Spülbezug, damit anscheinend das Wasser nicht so schnell durch den Thermoblock gepumpt wird um den Kontakt des Heißwassers mit der Brühgruppe zu verlängern und somit die Brühgruppe besser vorzuheizen.
      Alles in allem dauert es dann ca. 2min ab dem einschalten bis die Maschine bereit für Kaffeebezug ist, relativ lang im Vergleich zu anderen Herstellern, allerdings ist der erste Bezug auch nicht viel weniger heiß als der zweite, was mir bei den Jura bzw. baugleichen immer sehr gestört hat.

      Kaffee/Espressobezug :
      Der Bezug eines Kaffees bzw. Espressos ist relativ einfach, im Grunde wird über den einen Drehregler die Wassermenge und über den anderen Drehregler die Kaffeemenge eingestellt und danach die Bezugstaste für ein oder 2 Kaffees gedrückt, die Maschine beginnt zu mahlen, vom Lärm ungefähr gleich laut wie die Krups Orchestro Plus, die ich als Vergleich zur Verfügung habe, die Brühgruppe bzw. der Brühzylinder mit dem Kaffeemehl fährt hoch, sodaß der obere Brühkolben der direkt am Thermoblock fix angebaut ist in den Brühzylinder eindringt und das Mahlgut zusammenpresst, jetzt wird ein wenig Wasser in die Brühgruppe eingepumpt, quasi eine Preinfusion bei der das Kaffeemehl aufquellen kann. Danach wird ab einer gewissen Kaffeemenge die Brühgruppe noch mal ein Stück weiter gegen den oberen Brühkolben gefahren, damit das Mehl noch mal komprimiert wird, erst dann wird weiteres Wasser durch die Brühgruppe gepumpt und der Kaffee erzeugt. Der Kaffee hat, anders als bei vielen anderen VA Systemen nicht weit bis zum Kaffeeauslauf, denn direkt seitlich an der Brühgruppe befindet sich das ca. 2 cm lange Kaffeeauslaufrohr, das direkt in den Auffangzylinder des Kaffeeauslaufs mündet, und somit der Kaffee nicht schon im Automat stark abkühlt, also ein sehr durchdachtes einfaches System.
      Am oberen Brühkolben befindet sich auch ein Duschsieb, sodass das Wasser auf der ganzen Fläche austreten kann, also auch besser als bei Jura wo das Wasser ja nur seitlich an 2 Stellen in den Tresterkuchen eingeleitet wird.
      Das Brühsieb ist relativ fein, auch viel feiner als bei den Juras, hinter dem Brühsieb befindet sich ein kleines Loch das mit einem Stössel geschlossen ist, also eine Art Cremaventil, durch den der Kaffee Richtung Auslaufrohr fließt.
      Alles in allem liegt die DeLonghi Brühgruppe viel näher am Prinzip des Siebträgers als die Jura Brühgruppe.
      War jetzt ein bisserl viel Technik, ich wollte nur ungefähr das Prinzip der DeLonghi Brühgruppe erklären, jedenfalls um ist nun unser Kaffee fertig bezogen.
      Aber das ist noch bei weitem nicht alles hierzu, gehen wir wieder zurück zum Mahlvorgang, das Mahlwerk läuft bei meiner Maschine zwischen 6 und 8 sec, dies entspricht dann jeweils den Mengen von 7 bis 11 Gramm frisch gemahlenem Kaffee für die Brühgruppe, entgegen der Meinung vieler ist für die Brühgruppe bei diesen 11 Gramm aber noch nicht Schluß, beim Doppelbezug wird zwar nicht doppelt so viel Kaffee gemahlen als beim Einerbezug, jedoch mahlt das Mahlwerk bei maximaler Kaffeemenge im Doppelbezug 11 sec lang, das würde einer Menge von ca 15-16 g entsprechen die für einen Doppelbezug maximal möglich sind, und es stimmt der Tresterkuchen ist dicker als der bei maximaler Menge beim Einzelbezug.
      Zur Mahlgradeinstellung, für einen Schümli/Verlängerten ist bei meiner Maschine ein mittelfeiner Mahlgrad ideal (3,5), für Espresso bzw. einen relativ kurzen Verlängerten (50 ml) den ich gern aus der Maschine beziehe empfiehlt sich der Mahlgrad (1,5).
      Bei feinen Mahlgraden ist zu beachten, das nur Getränke bis maximal 60 ml möglich sind, der Kaffee rinnt nur mehr relativ langsam aus dem Auslauf, die Brühgruppe hat ihren maximal möglichen Brühdruck erreicht.
      Die Werte meiner Maschine sind natürlich nur Ansatzpunkte, aufgrund von Fertigungstoleranzen sind die sicher nicht 1 zu 1 auf andere Maschinen anzuwenden, als Anhaltspunkt können sie aber trotzdem dienen.
      Ich habe bei meiner Maschine den Mahlgrad noch ins feinere getunt, dazu mehr in einem anderen Thema hier, allerdings muss dazu die Maschine geöffnet werden.
      Für mich als Espressoliebhaber habe ich das nur gemacht, um festzustellen wie weit ich mit der Maschine in die Nähe eines Espressos aus dem Siebträger komme, auf alle Fälle komme ich mit dem nunmehr getunten Mahlgrad 1, (entspricht ungefähr 2 Stufen feiner als der Standardmahlgrad 1) auf eine Durchlaufzeit von 18 sec für einen Espresso von 25 ml – eigentlich schon recht gut für einen VA.
      Als Conclusio zur Brühgruppe und zum Mahlwerk kann folgendes festgestellt werden :
      Die DeLonghi holt mehr Aroma aus der Bohne als das Jura-System, das konnte ich zumindest im Vergleich von mehreren DeLonghis zur Jura E-Serie bzw AEG Cafamosa und der Krups Orchestro feststellen, sie ist eher für kürzere Kaffees mit intensiveren Aromen geignet, für Kaffeepötte über 120 ml ist sie weiniger geeignet - für mich persönlich hört sowieso bei 80 ml jeder gute Kaffee auf.
      Ein großes Lob muss ich dem Bedienkonzept der 4300 aussprechen, durch die stufenlose Einstellung der Wasser und Kaffeemenge sind sehr feine Variationen der Kaffee und Wassermenge möglich, programmierbare Tasten für Mengen fehlen mir nicht, eine entsprechende Markierung für die Einstellung des Drehreglers für Wasser bzw. Kaffeemenge am Gehäuse, und die Lieblingseinstellung ist schon „programmiert“.
      Was ich negativ anmerken muss ist das hinter dem Kaffeeauslauf an der Vorderfront der Maschine immer ein wenig Kaffee austritt und dann dort herunter läuft, dieses Phänomen habe ich aber nicht nur bei meiner Maschine, sondern auch bei allen anderen DeLonghis die ich bis jetzt in den Händen hatte beobachtet, da dürfte ein kleiner Konstruktionsfehler im Kaffeeauslauf vorliegen, ist zwar nicht tragisch, stört aber dennoch, an der Vorderfront ist immer eine Spur des herunter gelaufenen Kaffees zu sehen.
      Der ganze Bezugszyklus der Maschine dauert, augrund der langsameren Bewegungszyklus der Brühgruppe etwas länger als bei den Juras, für den Privathaushalt ist das aber eher zu vernachlässigen.


      Nun da ihr euch schon so weit hier im Bericht vorgetastet habt , gönnt ihr euch vielleicht mal einen Kaffee oder Cappuccino zwischendurch, Zeit für mich folgendes zu erklären :
      VA-Werdegang : AEG CaFamosa 81 >> Krups Orchestro FNF5 Plus >> DeLonghi ESAM 4300 >> DeLonghi EAM 2500 @work
      ST-Werdegang: Gaggia New Baby Twin >> La Scala Butterfly FW >> Bezzera Giulia FW >> LaSpaziale Vivaldi II / La Pavoni Professional >> La Marzocco Linea Mini
      Mühlen: Quickmill Apollo >> Mahlkönig Vario 2 / Bezzera BB05 >> Niche Zero
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hannesrd ()

    • Hallo Hannes !

      So ausführliche und anschauliche Berichte habe ich noch in keinem anderen Forum gelesen! Bin auch auf die Fortsetzung gespannt. :nicken:

      Lg Jutta
      VA: Krups Orchestro (von 2001 bis Nov. 2009), WMF 1000 Pro seit Nov.2009
      ST: Rancilio Silvia
      Mühlen: Rocky SD, Iberital Challenge mit Timer, Zassenhaus Santiago

      Röster: Gene CBR-101
    • hallo hannes,

      wenn dein bericht ferig ist, und du nichts dagegen hast, kann ich ihn evtl. in abgeändeter/angepasster version für die 4500 einstellen; so hat man einen vergleich.
      Gruß
      Hans-Martin

      ---------------------------------------------------------------------------

      VA-Werdegang: DeLonghi 4500 (05/2008 bis 08/2021), Dinamica Plus (08/2021)
      ST-Werdegang: Rancilio Silvia (04/2012)
      & Bezzera BB005 MN (07/2016)
    • Hallo Hans Martin,

      natürlich, kannst ihn sehr gerne kopieren und abändern auf die 4500

      lg

      Hannes
      VA-Werdegang : AEG CaFamosa 81 >> Krups Orchestro FNF5 Plus >> DeLonghi ESAM 4300 >> DeLonghi EAM 2500 @work
      ST-Werdegang: Gaggia New Baby Twin >> La Scala Butterfly FW >> Bezzera Giulia FW >> LaSpaziale Vivaldi II / La Pavoni Professional >> La Marzocco Linea Mini
      Mühlen: Quickmill Apollo >> Mahlkönig Vario 2 / Bezzera BB05 >> Niche Zero
    • Bericht 2. Teil :
      Milchaufschäumen/Cappuccinozubereitung :
      Die 4300 ist eine Maschine mit 2 Thermoblöcken, somit steht Dampf sofort zur Verfügung, und auch ein entlüften nach dem Dampfbezug ist nicht notwendig.
      Die Dampfdüse besteht aus einer äußeren Hülse, die oben ein kleines Loch für die Luftuntermischung besitzt und einer Düse mit einem Loch die am Dampfrohr angesteckt ist, die Hülse wird über diese Düse gesteckt.
      Beim öffnen des Dampfhahns rinnt zuerst noch kurz ein wenig Restwasser aus der Düse heraus erst danach kommt der Dampf aus der Düse.
      Deshalb empfehle ich vor dem aufschäumen kurz den Dampfhahn zu öffnen und wieder zu schließen, da sonst die Milch unnötig verwässert wird.
      Mit der aufgesteckten Hülse ist ein fester eher grobporiger Milchschaum relativ schnell und einfach erzeugt, es reicht die Milchdüse bis zur Markierung , die sich auf der Hülse befindet , in das Milchgefäß zu tauchen und den Dampfbezug zu starten, in relativ kurzer Zeit verdoppelt sich das Milchvolumen und der Cappuccino etc. ann zubereitet werden.
      Für feinen Milchschaum, mit der Latte Art möglich ist, muss die äussere Hülse abgenommen werden, da sonst zuviel Luft unter die Milch gewirbelt wird, dann kann so halbwegs feiner Schaum erzeugt werden, ich hab zwar keinen sehr guten aber zumindest guten Schaum erzeugen können, allerdings schafft man das nur mit einiges an Übung, für Anfänger bzw. Liebhaber des bei uns weit verbreitenden festen Schaum (vulgo Bauschaum) ist es mit der aufgesteckten Hülse aber ohne Probleme möglich ohne Übung sofort Milchschaum in großen Mengen herzustellen.


      Fazit :
      Die Maschine bietet für relativ wenig Geld ( ca. 450 € ) sehr viel an Leistung, und bietet für einen Vollautomat sehr gute und geschmacklich intensive Kaffees, die optische Anmutung der Maschine würde ich als mittelmäßig bezeichnen, dafür gibt es aber die teureren 5er und 6er Serien.
      Falls jemand die Schnelldampffunktion nicht benötigt, gibt es die sonst baugleichen Maschinen der 2er 3er und 4er Serien schon ab 300 € , und bekommt dafür einer meiner Meinung nach sehr einfach aufgebautes und gut funktionierendes System , das für jemanden der gerne wenig Geld und sehr guten eher intensiv schmeckenden Kaffee trinken will optimal ist.

      So, jetzt habt ihrs geschafft :wink:

      lg

      Hannes
      VA-Werdegang : AEG CaFamosa 81 >> Krups Orchestro FNF5 Plus >> DeLonghi ESAM 4300 >> DeLonghi EAM 2500 @work
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    • hannesrd schrieb:

      Bericht 2. Teil :
      Milchaufschäumen/Cappuccinozubereitung :
      .....
      Für feinen Milchschaum, mit der Latte Art möglich ist, muss die äussere Hülse abgenommen werden, da sonst zuviel Luft unter die Milch gewirbelt wird, dann kann so halbwegs feiner Schaum erzeugt werden, ich hab zwar keinen sehr guten aber zumindest guten Schaum erzeugen können, allerdings schafft man das nur mit einiges an Übung, für Anfänger bzw. Liebhaber des bei uns weit verbreitenden festen Schaum (vulgo Bauschaum) ist es mit der aufgesteckten Hülse aber ohne Probleme möglich ohne Übung sofort Milchschaum in großen Mengen herzustellen.
      ....
      Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich greife ihn mal auf. Die Machine ist, wie schon erwähnt super.
      Zu o.g. Tipp muss man sagen das er wunderbar funktioniert. Aber achtung. Ohne den äußeren Teil ist die Düse nicht fixiert. Wenn die einmal während dem Schäumen abfliegt, weiß man, warum ich Achtung schreibe ?

      Das Problem kann man mittels 1,95 € lösen. Hab auf meiner Seite eine bebilderte Anleitung veröffentlicht.

      der-wadriller.de/2009/01/25/pimp-my-delonghi/
      Gruß
      Michael
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    • Hallo zusammen,

      erstmal hoffe ich, dass mein Beitrag in diesem Thread hier richtig ist. Ansonsten bitte ich den Admin, meinen Beitrag dementsprechend zu verschieben.

      Kompliment an hannesrd für den tollen und informativen Bericht, Ich bin nun auch seit drei Wochen stolzer Besitzer einer DeLonghi ESAM 4300, aber irgendwie bekomme ich das mit den beiden "Rädchen" zum perfekten Kaffee noch nicht richtig hin :1f615: .

      Welcher Einstellung für einen Cappuccino haben denn die Besitzer mit einer ESAM 4300 hier im Forum? Vielleicht kannst du Hannes, mir mal deine Einstellungen (einschließlich Mahlgrad) durchgeben.

      Ist es richtig, dass die Menge des Kaffeepulver immer gleich ist und mit dem linken Rad die Wassermenge geregelt wird und mit dem rechten Rad die Geschwindigkeit des Wassers durch das Kaffeepulver geregelt wird? Mit dem Rad im Kaffeebehälter wird der Mahlgrad bestimmt?

      Ich habe schon so viel probiert, bekomme aber immer noch nicht den richtigen Cappuccino hin.

      Vielen Dank für eure Hilfe vorab und viele Grüße

      Rüdi
    • Hallo,

      also mit dem linken Drehknopf verstellst du nur die verwendete Wassermenge, mit dem rechten die gewünschte Kaffeepulvermenge, je mehr Kaffee gemahlen wird desto intensiver ist das Kaffeearoma.
      Wenn du einen richtien Cappu machen willst ist es wichtig dass du nur einen Espresso (25 bis 30 ml) in die Tasse laufen lässt , der Rest ist Milch und Michschaum, nur dann schmeckt der Cappu wirklich gut und nicht verwässert.
      Nachdem du einen Espresso für den Cappu brauchst würde ich den Mahlgrad relativ fein stellen ( 1,5 oder 2), was dann aber wieder ein Problem für einen Schümli/Verlängerten darstellen könnte weil dann der Kaffee zu langsam rinnt , falls du beide Kaffeevarianten machen willst würde ich den Mahlgrad ungefähr mittelfein (Stufe 3-4) einstellen, das ist für den Verlängerten ideal und für den Espresso akzeptabel.
      Die Werte sind aber nur Anhaltspunkte da wie schon oben beschrieben aufgrund von Fertigungstoleranzen die Ergebnisse in keiner Maschine wirklich ganz gleich sind.

      lg

      Hannes
      VA-Werdegang : AEG CaFamosa 81 >> Krups Orchestro FNF5 Plus >> DeLonghi ESAM 4300 >> DeLonghi EAM 2500 @work
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    • Vielen Dank Hannes für die Erklärung.

      Also kann ich die Kaffeepulvermenge doch mit dem rechten Rad verstellen. Da ich, wie Du schon richtig vermutet hast, sowohl einen Espresso für einen Cappuccino als auch einen Schümli brauche, werde ich den Mahlgrad auf 3-4 lassen.

      Verändere ich dann nur das linke Rad für Espresso oder Schümli oder verstelle ich beide Räder wenn ich zwischen Espresso oder Schümli wählen möchte?

      Verrätst du mir deine Einstellungen?

      Bei mir habe ich links auf 12 Uhr und rechts auf 1 Uhr

      Viele Grüße

      Rüdi
    • Für einen einfachen Espresso sollten man ca. 25-30ml Wassermenge nehmen, für einen Schümli halt so viel bis die Tasse wie gewünscht voll ist. Für den persönlichen Geschmack dann die Pulvermenge so anpassen, bis es lecker ist. Fazit: Beide Drehregler je nach Getränk verstellen. Die Einstellungen Anderer helfen Dir nicht viel, da die verwendeten Bohnen Andere sind und nicht alle Geräte (auch nicht baugleiche) exakt gleiche Ergebnisse bei den gleichen Einstellungen liefern.

      Gruß
      Gregor

      VA-Werdegang: Jura E75 06.2006-10.2006 >>> Jura S9 Avantgarde 10.2006-07.2007 >>> 08.2007-04.2008: DeLonghi PrimaDonna >>> ab 09.2022 Miele CM7750

      ST-Werdegang: Gaggia Evolution mit Demoka M-203 10.2007-01.2009 >>> Arte di Poccino Bar (ST+Mühle) seit 01.2009 >>> ab 03/2009 La Spaziale Mini Vivaldi + Eureka MCI/T seit 12/2009 Casadio Instantaneous >>> ab 04/2013 Bezzera 2000AL
    • Ihr habt recht, man keine generelle Anleitung geben.

      Habe gestern bisschen probiert und bin schon ein Stückchen weiter. Wenn ich den linken Regler auf 12 Uhr habe, bekomme ich 100 ml Kaffee, bei 9 Uhr werden es 50 ml Kaffee und bei 8 Uhr sind es zwischen 30 ml und 40 ml also genau die Menge für einen Espresso :1f602:

      Somit steht fest für Espresso auf 8 Uhr und für einen normalen Kaffee auf 12 Uhr. Würdet ihr dann für einen Pott Kaffee lieber auf 12 Uhr lassen und zwei Tassen wählen oder den Regler noch weiter nach rechts drehen? Ich denke immer, dass wenn man den Regler über 12 Uhr hinaus dreht, der Kaffee ziemlich wässrig wird.

      Hmmm und jetzt zu den entprechenden Mengen "Flüssigkeit" noch mit dem rechten Regler die Menge Kaffeepulver wählen :1f615: oder soll ich den rechten Regler immer auf einer Position lassen (steht z.Zt. auf 12 Uhr)

      Danke und viele Grüße

      Rüdi
    • Minimale Ausgabemenge ist ca. 30ml, maximal 180ml. Ob Du die Menge an die Tasengröße anpasst, oder lieber 2 Bezüge machst, musst Du selber herauzsfinden. Dazu solltest Du aber auch verschiedene Pulvermengen ausprobieren, wenn es wässrig schmeckt, Pulvermenge erhöhen.
      Damit sollte auch die Frage beantwortet sein, ob Du die Pulvermenge konstant hälst, oder je nach Getränk variierst, hängt wiederrum von Deinem Geschmack ab.

      Gruß
      Gregor

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gregor ()

    • Wenn Maximalmenge eh 180 ml ist, dann hat sich die Frage auch geklärt. besser nicht zuviel an der Kaffeepulvermenge drehen sondern dann leiber 2 x 100 ml beziehen.

      Man kann einfach zu viel einstellen :1f624: und wenn ich dann einmal anderen Kaffee bzw. andere Bohnen holen geht das Spiel von vorne los :weia:
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    • ruedi schrieb:

      besser nicht zuviel an der Kaffeepulvermenge drehen

      Jetzt frage ich zurück: Warum nicht? Sei ein wenig experimentierfreudiger/mutiger und drehe an allem mal rum und probiere verschiedene Einstellungen. Das ist doch gerade der Reiz, dass man bestimmte Parameter verändern kann. Aus dem Grund hatte ich mal eine Handhebelmaschine plus externe Mühle, um alle Parameter (Mahlgrad, Pulvermenge, Wassermenge, ANpressdruck des Pulvers, Brühdruck etc.) beeinflussen zu können. Und durch das Experimentieren lernt man, welches Potential in Kaffee steckt und wie sich der Geschmack ein und der selben Sorte Kaffee verändert.

      Gruß
      Gregor

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gregor ()

    • OK Gregor :1f602: Du hast mich ermutigt,

      ich werde weiterhin ausprobieren. Das Problem ist nur, dass ich auf der einen Seite sehr ungeduldig bin, auf der anderen Seite aber nicht so viel Kaffee pro Tag trinken kann :2615:

      Viele Grüße

      Rüdi

      Kurze Frage: Mit dem rechten Regler wird ja die Kaffeepulvermenge bestimmt. Kann man sagen von wiviel gramm bis wieveil Gramm das möglich ist? So wie man bei der Wassermenge von 20 ml bis 180 ml wählen kann?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ruedi ()

    • 5,5g bis 10,5g.

      Gruß
      Gregor

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