Schwingankerpumpe ULKA - Zerlegen/Zusammenbau

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    • Schwingankerpumpe ULKA - Zerlegen/Zusammenbau

      Es macht manchmal Sinn, die Ulka zu zerlegen . . .gerade, wenn z.B. Pumpenprobleme vorliegen und man kein Neuteil zur Hand hat.

      Zunächst öffnen wir die beiden Schrauben . .

      und ziehen das Innere aus dem Spulenkörper . .

      Das Innere Kunststoffelement ist mit einem Bajonettverschluß zusammengehalten . .dann offenbaren sich bereits Großteile der Pumpe. . .
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    • Im "Druckbereich" ist ein kleines Kunststoffkreuz sichtbar; hinter diesem ist ein Rückschlagventil.
      Dieses kann man mit z.B 2 kleinen Schraubendrehern aus dem Gehäuse herausdrehen und das RV entnehmen.

      Bei älteren Pumpen ist das vordere Teil oft aus Messing;

      sehr gerne gehen diese Pumpen während eines Entkalkungsprozesses kaputt, weil das kleine Rückschlagventil bei
      Boilermaschinen (MP/Schaerer/SMP) dem Boilerdruck nicht mehr standhalten kann, weil der Sitz des Ventils durch Säure/Kalk beschädigt wurde.
      Hier würde ich immer die Pumpe tauschen, weil es hierfür eine sinnvolle Reparaturmethode gibt . . (bzw. mir ist keine bekannt)
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    • Beim Zusammenbau gehen wir nun "rückwärts" . .
      d.h. wir setzten das RV wieder mit dem Gummiteil nach unten ein . .

      Korrigieren die Lage, so daß die Feder mittig steht . .und drücken mit einem passenden Schraubendreher das Kreuz einfach nach unten . . .
      wenn wir zu tief drücken . .verklemmt sich evtl. das RV und dichtet voll oder garnicht . . . im Zweifelsfall pusten wir luft/saugen Luft mit dem Mund durch dieses Element . . zur Prüfung.
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    • Dann drehen wir das Teil um 180 Grad und setzen die Feder ein, auf welcher die kleine Kunststoffkugel sitzt . .. diese ist verantwortlich für
      Förderleistung und auch Rückfluß/Staudruckaufbau an das RV . .

      Klar, die Kugel alleine kann nicht "Abdichten", deswegen gehört hierzu noch der O-Ring, welcher vorne auf dem Kolben sitzt und gegen die Kugel stößt . . .

      Dieser O-Ring ist bei alten Pumpen oft verschlissen/ausgehärtet, d.h. die Förderleistung gegen dann gegen 0 . . .
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    • Dann noch die vordere Feder zusammen mit dem dem Rest in die Hülse . .
      und Bajonettverschluß wieder zumachen . .

      Die Metallringe zusammen mit dem Kunststoffring drauf . . .und ab damit in den Spulenkörper . .

      Dann noch die 2 Schrauben anziehen . . Fertig.
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    • Diese Art "Pumpe" ist ja in sehr vielen Kaffeemaschinen verbaut . . .
      auch bei gleichem Aussehen: ACHTET IMMER AUF DIE SPANNUNG DES SPULENKÖRPERS!!!!

      Saeco hat hier z.B. 230V . . . Solis 24V
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      Vergleicht auch unbedingt die Preise:

      ein Saecohändler wollte für die 230V-Variante von mir mal 50 EUR . . .
      (ich habe die Pumpe dann nicht mitgenommen) sondern habe mir
      aus einer 24V-Pumpe das Innenleben genommen . .und in den intakten 230V Spulenkörper gebaut.

      Für die 24V-Pumpe liegen die Kosten so um die 20 EUR als Neuteil bei "Schaerer".

      Aufgrund der Komplexität des Innenlebens und des Zusammenspiels der Bauteile gibt
      es m.E. keine Vollinstandsetzungsmöglichkeit, die annähernd so gut ist, wie eine neue Pumpe.

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      abschließender Schlenk-Tipp:
      Wenn die Pumpe wirklich "zickt" . . .werft sie raus . .
      und baut eine Neue ein (oder tauscht das Innenleben wie o.a.), bevor man ewig probiert . .
      und es trotzdem nicht wirklich "gut" funktioniert, wie es eigentlich sollte.
    • Schlenkman schrieb:

      Bei älteren Pumpen ist das vordere Teil oft aus Messing;


      Das hat nix mit dem Alter der Pumpe zu tun, sondern mit dem Produktionstyp.

      Ulka EX5 = mit Messingrohr auf der Druckseite
      Ulka EP5 = mit Kunststoffrohr auf der Druckseite

      Leicht zu merken EP = P wie Plastik :1f609:

      Die von Dir abgebildete Pumpe kann also kein Originalteil sein, wie es vom Hersteller ausgeliefert wird. Der O-Ring in Bild 14 hat übrigens das Maß 5x2 und ist z.B. bei Saeco Maschinen am Supportventil des Boilers verbaut (einfache Bezugsmöglichkeit für Ersatzdichtungen)

      Von mir gibt es keinen Support per email!
      Und auch keine urheberrechtlich geschützte Software..
    • Ah . . ok.

      Ja, ich hatte eine "EP" mit überdrehtem Gewinde . . .das Messingteil habe ich dann von der "EX" entnommen und wieder zusammengesetzt.

      Das kaputte Plastikelement habe ich dann für diese Fotostrecke verwendet - diese Pumpe liegt mittlerweile im Abfall . :1f642:

      Die Aussage mit dem "Alter" reimte ich mir zusammen, weil sämtliche 2008er-Pumpen, die ich gekauft hatte nun einen weißen Spulenkörper mit dem Plastikelement haben.
      Mein Händler sagte: . . diese seien jetzt eben so . . ich hatte mir hierüber aber keine weiteren Gedanken gemacht.

      Aber danke für die Info.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schlenkman ()

    • Passt diese . . .ist etwas ungenau.

      In der Beschreibung sind ja verschiedene Marken genannt, für welche diese Pumpe passt . . .
      in deinem Footer stehen "Schaerer-Maschinen" . . .d.h. hierfür würde "nur" das mit 2 Schrauben fixierte Innenleben passen, aber nicht der Spulenkörper, weil eben die Schaerer
      die 24V-Variante dieser Pumpe einsetzen!!

      EDIT:
      Wie gesagt, entweder "umschrauben" oder gleich die richtige Pumpe bestellen: KLICK

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schlenkman ()

    • Sinn macht es niemals, es kann sinnvoll seindie Pumpe mal aufzuschrauben, um zu sehen wie sowas funktioniert bzw. ob Federn gebrochen sind. Ansonsten würde ich mir die 18€ für eine neue gönnen. Es soll ja auch Leute geben die ihr Motoröl im Auto nur alle 5 Jahre wechseln. Leute da kommt ein Lebensmittel (Kaffee) raus, das sollten einem die paar Kröten doch wert sein. LG Paul
    • Maschine läuft wieder.
      Habe die neue Pumpe Ulka EX5 (Messing) eingebaut.
      Gewinde passte einwandfrei. - Mußte nichts nachschneiden.
      Bei der alten Pumpe war Teil aus Bild 10 (kleines Kunststoffkreuz) weiter oben von Schlenkmann war total zerbröselt.
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