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ETAM 36.365.M - keine Kaffeeausgabe, Gerät brummt leicht, Heisswasserausgabe geht

  • Ralf.M
  • 1. Januar 2021 um 12:43
  • Ralf.M
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    • 1. Januar 2021 um 12:43
    • #1

    Hallo zusammen

    Meine Schwiegereltern hatten ihre Delonghi ETAM 36.365.M schon vor einem Jahr in den Keller verbannt, da dort irgendwann die Fehlermeldung Wasserkreislauf leer beim Einschalten kam, nichts ging mehr. Ursprünglich wollte ich diese nun an Delonghi schicken, da ich es ein wenig schade finde, ein 2.5 jähriges Gerät verstauben zu lassen.

    Allerdings bin ich durch eine kurze Suche schon auf diesen Beitrag hier gestossen und wollte zunächst selbst probieren, ob sich das Problem nicht doch mit Hausmitteln lösen lässt. https://www.kaffeevollautomaten.org/forums/index.php?showtopic=18127
    Nachstehend daher grob die Schritte zum Nachvollziehen, wenn gleich die Durchführung eher einem wilden try&error geglichen hat und definitiv nicht so strukturiert war, wie das jetzt nachstehend aufgelistet ist :)

    • Schritt 1: Vernünftigen Entkalker zugelegt (Amidosulfonsäure)
    • Schritt 2: ca 70g/l Entkalker als hochkonzentrierte Lösung in den Wasserbehälter gefüllt. Dann die Maschine mehrfach ein und ausgeschaltet (am Anfang war ja noch der Wasserkreislauf leer), irgendwann hat der Entkalker gewirkt, die Maschine hat Wasser gezogen, die erste Fehlermeldung verschwand.
    • Schritt 3: Nun zweimal den Wasserbehälter mit Kalk gefüllt und über das Spülprogramm durchlaufen lassen. Wasser ist problemlos ausgegeben worden, allerdings kam noch kein Wasser über Heisswasserausgabe.
      Damit wären wohl auch die oberen Brühgruppen entkalkt: Entkalkung des oberen Brühkolbens - zusätzlich zum Standardentkalkungsprogramm empfohlen
    • Schritt 4: Den Vorgang mehrfach wiederholt, zweimal über Nacht stehen lassen. Plötzlich bewegte sich etwas, es tröpfelte aus der Heisswasserausgabe.
    • Schritt 5: Entkalkungsprogramm gestartet, am Ende ist ca. 1/3 des Wassers über die Heisswasserausgabe ausgegeben worden, der Rest lief in die Abtropfschale.
    • Schritt 6: Entkalkungsprogramm gestartet und abgebrochen, so dass Entkalker in der Maschine verbleibt. Über Nacht einwirken lassen.
    • Schritt 7: Maschine am nächsten Tag eingeschaltet. Beim Einschalten ein leichtes Brummen, es kommt kein Wasser aus der Kaffeeausgabe, die Maschine fährt dennoch normal hoch. Das Brummen entsammt vom Bauchgefühl her aus dem hinteren, unteren Bereich der Maschine. Dafür funktioniert nun die Ausgabe von Heisswasser (inkl. Dampf) wieder einwandfrei.
    • Schritt 8: Zur Sicherheit die herausnehmbare Brühgruppe gereinigt, aber unverändert. Dann durch eine baugleiche Brühgruppe eines anderen Geräts ersetzt (die nachweislich funktioniert).
      Fazit: Daran liegt es nicht.

    Und nun überlege ich mir, was als nächstes tun. Denn als absoluter Laie spekuliere ich derzeit nur wild, was das Problem sein könnte.
    - Die Ablagerungen, die die Heisswasserausgabe blockiert haben, haben sich gelöst und blockieren nun die Kaffeeausgabe.
    - Durch den wiederholten, erfolglosen Versuch, Heisswasser auszugeben, hat es ein Ventil o.ä. erwischt.
    - Durch die hohe Konzentration des Entkalkers haben sich irgendwo kristalline Ablagerungen gebildet.

    Bin über jegliche Vorschläge dankbar.

    Euch einen guten Start ins neue Jahr und LG
    Ralf

    2 Mal editiert, zuletzt von Ralf.M (1. Januar 2021 um 13:17)

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  • Ralf.M
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    • 7. Januar 2021 um 18:08
    • #2

    Ich habe zwischenzeitlich den Testmodus dank diesem Beitrag https://www.kaffee-welt.net/index.php/Thre…r-ersten-Hilfe/ entdeckt.

    - Pumpe läuft und macht kein summendes Geräusch
    - Mahlwerk mahlt
    - Antrieb fährt ordnungsgemäss hoch und runter
    - Magnetventil klacken

    Das Geräusch bleibt dennoch beim Spülen, Ein- und Ausschalten sowie bei der Kaffeeausgabe vorhanden.
    Habe das kurz per Video festgehalten:

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    • 7. Januar 2021 um 18:14
    • #3

    Kommt das Wasser während dem Spülvorgang in die Auffangschale? Beim Auslauf kommt nichts und die Pumpe wird auch nicht leiser...??

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    • 7. Januar 2021 um 18:26
    • #4

    Gute Frage bzgl. Auffangschale - ich meine nein, muss das nochmal verifizieren. Zeitweise hat es noch ein wenig getröpfelt, mittlerweile kommt vorne gar nichts mehr raus. Was ich noch nicht geprüft habe, ob der Pegel im Wasserbehälter sinkt.

    Vom Ton her hört sich alles - bis auf das summende Geräusch - wie bei einem baugleichen Gerät (Büro) an.

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    • 7. Januar 2021 um 18:29
    • #5

    Da dürfte wohl der Kalk irgendwo tief sitzen, wenn du dir das zutraust, solltest du den oberen Brühkolben und die Ventile erneuern...

    Vielleicht ist es aber auch nur das untere Ventil nach der Pumpe...?

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    • 8. Januar 2021 um 11:20
    • #6

    @Pusche Eben nochmal überprüft. Das Wasser läuft mehrheitlich in die Auffangschale. Beim Überprüfen habe ich auch noch einige Tropfen gesehen, die direkt an der Innenseite über der Auffangschale heruntergetropft sind.

    Ist es theoretisch möglich, dass sich Kalk aus dem Wasserkreislauf für Heisswasser-Ausgabe beim Entkalken gelöst hat und nun zur Verstopfung im Zulauf für den Kaffeekreislauf sorgt?
    Wenn nein, dann könnte ich mir eher vorstellen, dass ich es mit dem Entkalken übertrieben habe (auch wenn es Wirkung gezeigt hat) und sich ggfs. kristalline Ablagerung gebildet haben.

    Wäre dein Ansatz mit Wasser in der Auffangschale noch immer den oberen Brühkolben und die Ventile zu erneuern?

    Einmal editiert, zuletzt von Ralf.M (8. Januar 2021 um 13:18)

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    • 8. Januar 2021 um 12:04
    • #7

    Wenn die Maschine mit Zitronensäure oder ähnlichem unbrauchbaren Sachen entkalkt wurde, kann das durchaus auf dieses Fehlerbild hinweisen.

    Lange Kaffeespaß mit Delonghi = Brühgruppe + Antrieb regelmäßig schmieren + entkalken mit Amidosulfonsäure
    ECAM 23.420 13 Jahre, 48000 Bezüge, läuft.

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    • 8. Januar 2021 um 13:17
    • #8

    @'Heini-22 Den Fehler hätte ich wohl aus Unwissenheit früher mal gemacht :)
    Nein, habe Amidosulfonsäure verwendet (siehe Eingangsbeitrag). So konnte ich die Verkalkung bei der Heisswasserausgabe überhaupt erst auflösen.

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    • 8. Januar 2021 um 13:49
    • #9

    Wenn du es dir zutraust, Würde den oberen Brühkolben auf alle Fälle tauschen, man kann ihn auch revidieren mit neuen Dichtungen usw, aber der komplette kostet ca 25€ also nicht die Welt....
    Würde eventuell auch die 2 Ventile mitbestellen um Versand zu sparen...

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    • 8. Januar 2021 um 15:30
    • #10

    Habe mir jetzt das Video angesehen tippe auch auf defekten oberen Brühlkolben. Wenn ich das richtig gehört habe, sollte der Antrieb auch Mal geschmiert werden.

    Lange Kaffeespaß mit Delonghi = Brühgruppe + Antrieb regelmäßig schmieren + entkalken mit Amidosulfonsäure
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    • 9. Januar 2021 um 11:03
    • #11

    @Heini-22 Danke für die Bestätigung. Muss ich zum Schmieren den Antrieb komplett ausbauen?

    @Pusche Da ich zeitlich keinen Stress damit habe, gehe ich das selbst mal an. Meinst Du dieses Ventil?
    https://komtra.de/delonghi-ersat…-ecam-etam.html

    Ich schreib sonst auch für andere, die möglicherweise mal ähnliche Fragen haben, noch ein wenig mit.

    An Teilen brauche ich also:
    - Brühkolben: https://www.juraprofi.de/DeLonghi-Ersat…lle::11112.html
    - Schlauchdichtung: https://www.juraprofi.de/DeLonghi-Ersat…aten::5703.html
    - Silikon (zum Schmieren des Antriebs)

    Verkleidung entfernen:

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    Brühkolben austauschen:

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    2 Mal editiert, zuletzt von Ralf.M (12. Januar 2021 um 17:17)

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    • 9. Januar 2021 um 11:12
    • #12

    Zum schmieren der Antriebsspindel reicht es die Brühgruppe in ausgeschalteten Zustand rauszunehmen. Da siehst du dann eine Gewindestange. An diese etwas Mehrzweckfett oder Weißes Sprühfett dran. Das verteilt sich dann beim Verfahren der Brühgruppe von selbst.

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    • 9. Januar 2021 um 11:49
    • #13

    Ah, danke @Heini-22 - Du sprichst von der Brühgruppe, alles klar, dann weiss ich wie.
    Nebenbei - sensationell was Du und @Pusche hier leisten :1f44d: :1f44c:

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    • 9. Januar 2021 um 13:26
    • #14

    Danke, gerne.

    Lange Kaffeespaß mit Delonghi = Brühgruppe + Antrieb regelmäßig schmieren + entkalken mit Amidosulfonsäure
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    • 12. Januar 2021 um 17:20
    • #15

    Da der obere Brühkolben erst jetzt wieder bei Komtrade lieferbar ist, habe ich das Thema Ventil-Wahl ruhen lassen. Nun will ich sobald wie möglich bestellen, bin mir aber nicht sicher, von welchen Ventilen @Pusche gesprochen hat.
    Liege ich korrekt mit der Annahme, dass mit beiden Ventilen diese hier gemeint sind?

    https://komtra.de/delonghi-ersat…-ecam-etam.html
    https://komtra.de/delonghi-ersat…-ecam-etam.html

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    • 13. Januar 2021 um 13:47
    • #16

    Hy, ja sollten passen :1f44d:  
    Bestell auch ein paar Schlauchdichtungen und Silikonfett dazu...

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    • 2. April 2021 um 22:08
    • #17

    Endlich bin ich heute dazugekommen, den Tausch des oberen Brühkolbens anzugehen.
    Ging OK soweit, der finale Test steht aber noch aus.

    Zum einen ist mir beim Zusammenbauen ein Teil, was ihr auf dem beigefügten Bild seht, entgegengepurzelt. Kann das jemand zuordnen?

    Ggfs. steht dies im Zusammenhang mit der Fehlermeldung "Klappe schliessen", die ich mittlerweile erhalte.
    Sofern nicht, würde ich davon ausgehen, dass ein Kabel o.ä. während des Tauschs des Brühkolbens abgegangen ist.

    @Heini-22 @Pusche habt ihr eine Idee, wo ich zunächst suchen könnte?

    Bilder

    • IMG_20210402_2202137.jpg
      • 35,15 kB
      • 510 × 448
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    • 2. April 2021 um 22:15
    • #18

    Das ist eine der zwei Muttern, mit der die Brühgruppe verschraubt ist. Von vorne gesehen auf der rechten Seite, da gehen die Inbusschrauben rein, die oben durch den Metall Winkel gehen.
    Hat mit der Klappe nichts zu tun.

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    • 2. April 2021 um 22:33
    • #19

    @Heini-22 Ups, strange, warum die Mutter runtergefallen ist. Ich gehe mal schauen, ob Nummer zwei noch da ist.

    Hast Du eine Idee bzgl. der Klappe? Spontan hab ich auch Online dazu nichts gefunden.

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  • Ralf.M
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    • 5. April 2021 um 00:51
    • #20

    Danke @Heini-22 wegen dem Hinweis auf die Mutter.
    Einziger Krähenfuss - ich hab nochmal geübt, den Brühkolben zu tauschen, bis ich realisiert habe, dass das unnötig war. Sollte das also jemanden ebenso gehen wie mir - das Teil kann einfach von rechts eingesetzt werden, einzig die Verkleidung muss dazu entfernt werden.

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