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ECAM Brühkolben, Modellzuordnung bei fehlendem Aufkleber

  • heihof1
  • 14. April 2022 um 23:10
  • heihof1
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    • 14. April 2022 um 23:10
    • #1

    Hallo,

    weiß Jemand, wie man den Code eines ECAM-Brühkolbens feststellen kann, oder welchem Modell er zuzuordnen ist, wenn der Aufkleber fehlt?
    Setzt man den falschen, gut revidierten Brühkolben ein, funktioniert er nur eingeschränkt, indem beispielsweise kein Wasser zum Kaffeeauslass gelangt.

    Frohe Ostern wünscht
    heihof1

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  • Heini-22
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    KVA
    • 15. April 2022 um 10:55
    • #2
    Zitat von heihof1

    Hallo,

    weiß Jemand, wie man den Code eines ECAM-Brühkolbens feststellen kann, oder welchem Modell er zuzuordnen ist, wenn der Aufkleber fehlt?
    Setzt man den falschen, gut revidierten Brühkolben ein, funktioniert er nur eingeschränkt, indem beispielsweise kein Wasser zum Kaffeeauslass gelangt.

    Frohe Ostern wünscht
    heihof1

    Hallo, zu dem Thema hatte ich neulich eine Konversation mit einem Ersatzteilhändler.
    Dieser bietet in der E-Bucht auch verschiedene "Typen" des Brühkolbens an. Auf Nachfrage wurde bestätigt, was ich quasi schon wusste.
    Die Ecam Brühkolben sind alle gleich. Es werden nur unterschiedliche Typen für verschiedene Maschinen angeboten, da teilweise die Länge der Schläuche von Maschine zu Maschine variiert. Also nimm den günstigsten.
      :1f609:

    Lange Kaffeespaß mit Delonghi = Brühgruppe + Antrieb regelmäßig schmieren + entkalken mit Amidosulfonsäure
    ECAM 23.420 13 Jahre, 48000 Bezüge, läuft.

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  • heihof1
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    • 15. April 2022 um 21:55
    • #3

    Hallo Heini-22,

    danke für die gute Auskunft, denn auch ich war dieser Meinung, da ich schon sehr viele unterschiedliche Brühkolben revidiert habe und keinerlei Unterschiede sehen konnte. Danke auch für die zum Herunterladen ausgegebenen ECAM Maße für alle BK-Dichtungen! Stutzig wurde ich, als ich jetzt eine völlig innerlich verdreckte ECAM 28.466 generalüberholt habe und nach Austausch von 2 revidierten Kolben kein Wasserausfluß am Kaffeeauslass zustande kam, sondern immer wieder alles über den Überlauf weglief. Nachdem ich schrittweise den gesamten Wasserfluß geprüft hatte, brachte auch ein dritter rev. BK keinen Erfolg. Erst der Einsatz des revidierten Originalkolbens zeitigte sofort Erfolg, weshalb ich in meiner Meinung schwankend wurde und dachte, dass es vielleicht doch Unterschiede der BK gibt die ich nicht erkennen kann und Händler speziell nach Code die Modellzuordnung vornehmen und dementsprechend verkaufen. Mit Sicherheit ist es nicht das Steigrohr, weil ich da akribisch die Dichtungen ausgetauscht habe. Auch die Dichtungen der Expansionseinheit im BK halte ich nicht für maßgebend. Manchmal sind es nur ganz minimale Unterschiede der Dichtungsgrößen, die hier mitspielen, wie ich schon an den Steigrohrdichtungen festgestellt habe, weil dann zuviel Wasser im Tresterbehälter landet, wenn man die Steigrohrmitteldichtung nicht ganz genau maßhaltig einsetzt. Alle 3 BK, die beim Austausch eingesetzt wurden hatte ich vor vor Deiner Maße-Veröffentlichung revidiert.
    Nun möchte ich anfragen, welche Dichtung(en) im OB dafür zuständig sind, dass Wasser nicht am Überlauf abfließt, sondern zum Kaffeeauslass gelangt. Könnten es die drei übereinanderliegenden Dichtungen sein? Natürlich kann ich alle Dichtungen an den revidierten BK anhand Deiner Angaben jetzt neu prüfen, aber es wäre hilfreich zu wissen, wo denn der Fehler sein könnte.

    Vielen Dank im Voraus und weiterhin Frohe Ostern
    heihof1

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  • Heini-22
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    • 15. April 2022 um 22:00
    • #4

    Deine Frage kann ich nicht beantworten. Ich habe mich mit der genauen Funktion des Brühlkolben noch nicht auseinander gesetzt. Und ich glaube dass werde ich auch nicht tun.

    Lange Kaffeespaß mit Delonghi = Brühgruppe + Antrieb regelmäßig schmieren + entkalken mit Amidosulfonsäure
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    • 16. April 2022 um 13:44
    • #5

    Da ich auch gerne Sachen auf den Grund gehe, habe ich mir einen alten Brühkolben mal genauer angesehen.

    Roter Pfeil =Wasserzufluss
    Blauer Pfeil = Wasserfluss Richtung Dampfventil bzw. Magnetventil (bei Brühkolben in Ruhstellung)
    Grüner Pfeil = hier sollte das Wasser bei Brühkolben in Ruhestellung von einer Öffnung zur anderen fließen
    Gelber Pfeil = hier fährt das rot eingekreiste Teil (nächstes Foto) rein, wenn der Brühkolben hochgedrückt wird und dichtet das Loch ab. Somit kein Wasserfluss Richtung blauer Pfeil.

    Ich glaube das deine revidierten Brühkolben ein Problem mit dem Steigrohr haben? Dieses dichtet ja Richtung Überlauf ab.
    Es wird auch immer wieder empfohlen (ich mache es auch so) die rot eingekreiste Dichtung erst nach einschieben in den Kolben aufzubringen. Mit der Dichtung lässt sich das Steigrohr nur sehr schwer einschieben und könnte beschädigt werden.

    Es ist hier auch immer wieder vorgekommen, das dieses Teil falsch herum eingebaut wurde.

    Das muss so rein wie auf dem Foto! Wird das Kunststoffteil anders herum eingebaut gibt das auch Probleme mit dem Auslauf.

    Hier kommt übrigens bei hochgefahrener Brühgruppe das heiße Wasser raus, wird dann über das graue Sieb Richtung Kaffeemehl verteilt.

    Lange Kaffeespaß mit Delonghi = Brühgruppe + Antrieb regelmäßig schmieren + entkalken mit Amidosulfonsäure
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    Einmal editiert, zuletzt von Heini-22 (16. April 2022 um 14:47)

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    • 16. April 2022 um 14:30
    • #6

    So, weiter die Funktion des Brühkolbens studiert.
    Eine weitere mögliche Fehlerursache könnte eine altersschwache Pumpe sein.
    Es muss ja der Widerstand des Tropfstopps im Brühkolben, des Cremaventils in der Brühgruppe und des Kaffeemehls überwunden werden.
    Warum es dann bei dir mit der alten Brühgruppe wieder funktionierte und mit den beiden anderen nicht, kann ich auch nicht sagen.
    Eventuell ist beim alten Brühkolben die Feder des Tropfstopps etwas schwächer?

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    • 16. April 2022 um 22:19
    • #7

    Hallo,

    zunächst Mal herzlichen Dank für die ausführlichen Erläuterungen! Es freut mich, dass Du auch gern den Dingen auf den Grund gehst, was natürlich aufwändig ist. Viele Deiner Hinweise sind mir bekannt und wurden berücksichtigt, wie beispielsweise Dichtungseinbau am Steigrohr und Einschrauben des Kunststoffteils.
    Werde aber mal die drei BK auseinanderbauen und gemäß Deiner Hinweise exakt prüfen. Die Pumpe wird von mir immer überprüft und ggfs mit neuer Kugel und Dichtung ausgestattet, an der liegt es nicht, zumal die Dampfförderung exzellent funktioniert.
    Falls sich neue Erkenntnisse ergeben werde ich berichten, denn das hilft sicher anderen Bastlern auch.

    Weiterhin frohe Ostern wünscht
    heihof1

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    • 17. April 2022 um 10:33
    • #8

    Guten Morgen, dein Problem kann eigentlich nur mit dem Steigrohr zusammenhängen, weil dieses ja in dem Kanal des Kolbens steckt, wo der Abfluss zur Expansionskammer steckt.

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    • 17. April 2022 um 13:39
    • #9

    Hallo,

    habe mal einen OBK vollkommen auseinander genommen. Der Schluss bezüglich Steigrohr bezieht sich darauf, dass Wasser über den weissen Schlauch, der am BK angeschlossen ist, in den Einsatz geflossen wäre, was nicht der Fall war! Das Wasser wurde über den Ablauf des oberen Magnetventil ausgetragen. Natürlich habe ich dieses MV geprüft, auseinandergebaut und alles i.O. gefunden und trotzdem nach dem 2-ten Versuch ausgetauscht, was auch nichts gebracht hat. Aber - oh Wunder - mit dem rev. Original-Kolben funktionierte alles bestens, weshalb ich ja verunsichert wurde. Habe jetzt aber nach Prüfung aller Dichtungen 2 Stck. gefunden, deren Maße minimal nicht stimmten und ausgetauscht, beide am rot umkringelten Teil. Muss nun in der Praxis prüfen, ob damit der Fehler gefunden ist. Könnte sein, dass dadurch der Wasserfluss (grüne Pfeile) behindert ist und dann reagiert das MV und läßt dort wegen des Widerstandes das Wasser in den Überlauf abfließen.
    Melde mich wieder, wenn ich das geprüft habe.

    MfG
    heihof1

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    • 22. April 2022 um 13:46
    • #10

    Hallo, Heini-22,

    nochmals herzlichen Dank für Deine Mühe! Problem ist gelöst!!
    Es waren, wie ich schon vermutete, die 2 Dichtungen am rot umkringelten Teil, die wirklich nur minimal abweichende Maße hatten und mit bloßem Auge schwer erkennbar. Man muss halt akribisch nachmessen!
    Hilfreich war Dein grüner Doppelpfeil, der mir schlagartig klarmachte, dass nur dort sich ein Widerstand aufbauen kann, wenn am oberen MV der Überlauf anspricht!

    Weiterhin Alles Gute wünscht Dir

    heihof1

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