Richtig tampern, bzw. wie macht ihr es?

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    • Richtig tampern, bzw. wie macht ihr es?

      Seit dem ich die La Spaziale und die Eureka habe, tampere ich recht unkonventionell und eigentlich "falsch": Mahlen ins Sieb, Siebträger am Griff festhalten und quasi lässig "in der Hand" tampern, ohne de Siebträger auf der Unterlage aufzulegen. Resultat: fest genug getampert, so dass der Bezug 25-30sek dauert, mit einer sehr hohen Konstanz, schief tampern ist mir mit dieser Methode auch noch nie passiert.
      Manch einer würde sagen, dass meine Methode falsch ist, aber ich bekomme damit sehr konstante Ergebnisse hin. Ich nehme an, dass das einerseits am perfekt abgedrehten Tamper liegt (53,3mm) und, das ich bei der Methode zwangsweise immer die gleiche Kraft beim Tampern aufwende, den Rest erledigt der passende Mahlgrad.

      Gruß
      Gregor

      VA-Werdegang: Jura E75 06.2006-10.2006 >>> Jura S9 Avantgarde 10.2006-07.2007 >>> 08.2007-04.2008: DeLonghi PrimaDonna
      ST-Werdegang: Gaggia Evolution mit Demoka M-203 10.2007-01.2009 >>> Arte di Poccino Bar (ST+Mühle) seit 01.2009 >>> ab 03/2009 La Spaziale Mini Vivaldi + Eureka MCI/T seit 12/2009 Casadio Instantaneous >>> ab 04/2013 Bezzera 2000AL
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    • Mr.smith schrieb:

      die Poccino würde dir solche lieblosigkeit nie verzeihen

      Allerdings :1f602: Wobei es ja weniger Lieblosigkeit ist, denn alles passt ja zusammen --> keine schief getamperte Ebene, korrekte Durchlaufzeit.
      Mir zeigt das eigentlich nur, dass man bei entsprechendem Mahlgrad eigentlich gar nicht so fest tampern muss und man, von Anderen oft praktiziert, die Personenwaage ruhig im Badezimmer stehen lassen kann :1f609:

      Ich könnte mit der Poccino in Zusammenarbeit mit der Eureka ähnliche Versuche starten, vielleicht gehts ja auch dort mittlerweile, habs nur nie ausprobiert.

      Gruß
      Gregor

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    • HelmutBoe schrieb:

      zur Zeit mühe ich mich noch mit dem Plastikteil, was es überall serienmäßig dazu gibt, ab

      Das Kunststoffdings, was der LS beilag, landete direkt bei der Wiederverwertung, neben dem Kaffeelot :pein:

      HelmutBoe schrieb:

      Aber: Besserung ist in Sicht.

      Der LM Tamper 4.0 ist ein Schmuckstück, da ich aber mit den Originalsieben von LS sehr gut zurecht komme, wäre der Tamper bei mir unnütz, eigentlich schade :1f602:

      Gruß
      Gregor

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gregor ()

    • auf das teil warte ich auch noch.
      ansonsten muss man bei vielen maschinen keine große wissenschaft ums tampern machen. die italiäner halten den befüllten st auch nur kurz hand den tamper an der mühle oder stellen einen billigen handtamper rein. trotzdem schmeckt der kaffee.
      vor allem durch eine ausgeprägte preinfusion und eine gute pulverdurchmischung schon ab der mühle spart man sich viel friemelei, ein zylindrisches sieb statt einem konischem verzeiht auch einige fehler. neben meinem standard-zweier benutze ich deshalb das lamarzocco-einer.
      das pulver wird bei mir per timer an der mühle dosiert und im leeren dosierer beim herausziehen gut durchgemischt. dabei landet es im lm-einer, wird kurz flachgeklopft, leicht angedrückt, die seitlichen reste ins loch gerüttelt und ebenfalls eher leicht angedrückt. nach dem brühen sehe ich zwar öfter mal, dass die verdichtung auf einer seite höher gewesen sein muss, weil dort das pulver stärker aufgequollen ist, aber am geschmack merkt man das nicht so deutlich.
      im zweier wird das pulver noch weniger durchmischt, dafür aber vor dem andrücken glattgestrichen und zusammengerüttelt. um mit dem eh schon feinen mahlgrad für das lm sieb auch im zweier noch eine gute durchlaufzeit zu erreichen, muss ich hier noch leichter andrücken, sonst dauert die preinfusion und auch der ganze bezug zu lange.
      das leichte andrücken hat den zweck, dass möglichst schnell das ganze pulver bei einem leitungsdruck von 2-3bar durchfeuchtet wird und gleichmäßig quellen kann. sobald sich unten am sieb der erste tropfen löst, wird die pumpe gestartet. meistens dauert das etwa 5-10s, je nach alter des kaffees.
      bei maschinen ohne oder mit schwach ausgeprägter preinfusion muss man mE wesentlich genauer auf die verteilung des pulver achten, da sich sonst durch den hohen wasserfluss im noch nicht gequollenen pulver schnell kanäle bilden können, sobald eine stelle dem wasser weniger widerstand entgegen bringt als der rest.
      ebenso muss man bei sieben mit flachen rändern aufpassen, da dort das pulver besonders gern weggespült wird. hab ich aber beides nicht....
      gruß, max
      astoria argenta jun1 - rancilio rocky d + md50 - la sanmarco sm90 - eureka giotto - mahlkönig brasilia - krups t8 - (aeropress + rosenstein & söhne handmühle)@work - karlsbader, french press, handfilter, aromaster perkolator etc...
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von meister eder ()

    • ... ob mein CF 457232 derartigen Tamperschlendrian auch zuließe?

      Seit dem LM 1er und passendem INOX Tamper (Unikat, drehen lassen) mach´ ich um das Tampern auch nicht so viel her: Siebträger in der Linken, Tamper in der Rechten und gleichmäßig andrücken, eben so, dass alles in die reduzierte Siebmulde wandert und nichts am Rand verbleibt... Gleichbleibende leckere Ergebnisse dass es fast schon wieder so langweilig :denk: wird & ich mir Gedanken mache, wie sich wohl das Original 1er von La Cimbali (CF 457232) verhält...
      Gruss Ronny
      LA CIMBALI M21 Junior DT/1 ( 9,5 bar) | LM 1er | PONTE VECCHIO Export | VERSALAB M3 & Timer BRENNENSTUHL HBT100 | PIKIBO Röstbiene
    • genau, so wenig hokuspokus wie nur irgendmöglich. ich bin schon abgedreht genug, um meine mitmenschen auch noch mit einem viertelstündigen ritual für eine tasse kaffee zu verschrecken. ich versuche immer, alles so einfach wie möglich aussehen zu lassen. sollen sie doch daran verzweifeln, das gleiche mit ihren saecos und aegs zu hause zu wiederholen :1f61c: . oder glauben, dazu bräuchte man eine zentnerschwere italienische barmaschine für ein paar tausend euro...
      wer ernsthaft fragt, bekommt ein paar grundsätzliche tipps, mit denen man die qualität des eigenen kaffees locker vervielfachen kann (kleinröster, frisch mahlen), aber die technischen details bequatsche ich nur noch mit anderen erwiesenen irren :irre: . so groß ist mein präsentationsbedürfnis nun auch wieder nicht...
      gruß, max
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    • Jetzt fehlt aber unbedingt noch eine detaillierte Auseinandersetzung über die chemischen resp. mineralischen Bestandteile des Wassers unter Berücksichtigung der Geschäftspolitik des zuständigen Wasserwerks in Verbindung mit der Diskusion über den Oxidationsgrad des Kaffeemehls auf dem Weg von der Tüte in die Mühle und von dort bis zum Siebträger und dem damit einhergehenden Aromaverlust. Wie kann es eigentlich sein, daß der Kaffee aus meinem schnöder VA hervorragend schmeckt? :-)<img)');"" src="wcf/images/smilies/happy.gif" alt="" title="fröhlich">
      Ist aber nicht allzu ernst gemeint...
      Guds Nächtle
      Oldtimer59

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Oldtimer-59 ()

    • Zum Thema Tampern

      Habe früher mal eine Wissenschaft daraus gemacht.
      War wegen den Parametern - alter Kaffee (über 2Monate alt) - u. zickige Pfauendame - auch zwingend notwndig.
      Mehl in ST - abstreifen - mit Zahnstocher vermischen - mit Abziehbrettchen Mehl von der Mitte etwas am Rand schieben - Klopfen - EXAKT Tampern ... :1f624:

      Heute (mit ständig frisch geröstetem Kaffee u. etwas übung im Pfauenbändigen)
      Mehl in ST - abstreifen - Klopfen - kurz Tampern - fertig.
      (konvexer Tamper bringt speziell bei der Pavoni was - da der Rand bleibt u. man weniger Mehl braucht) ...
    • Alles eine Frage der Ansprüche & des guten Geschmacks...

      Moin Oldtimer

      Oldtimer-59 schrieb:

      ...Wie kann es eigentlich sein, daß der Kaffee aus meinem schnöder VA hervorragend schmeckt? :-)<img)');"" src="wcf/images/smilies/happy.gif" alt="" title="fröhlich"> Ist aber nicht allzu ernst gemeint... Guds Nächtle Oldtimer59
      ... das geht gaaanz einfach: machst Dir ´nen leckeren großen Becher aus Gefriergetrocknetem & siedend heißem Wasser. Dann versetzt dich nahezu jede Plörre in den sieben Himmel :1f609:
      Gruss Ronny
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    • hehe, wär'n wir jetz' im kaffee-netz, gäb's bestimmt schon die ersten wutentbrannten kommentare und anschließend eine seitenlange diskussion, warum haushalts-va'en keinen ordentlichen espresso herstellen können :O .
      nun:
      1. ist das hier nicht das kaffee-netz und ich hoffe, dass es hier weniger solcher bekloppten kommentare von beiden seiten gibt.
      2. sprichst du von kaffee und nicht von espresso. ich habe niemals bezweifelt, dass sich mit einem va ordentlicher kaffee herstellen ließe. ist auch beim st mit wesentlich weniger aufwand, präzision und hokuspokus verbunden.
      3. ist geschmack sowohl verdammt subjektiv als auch vom erfahrungshorizont und der prägung des verkosters abhängig.
      so, genug geschwatet für heute...
      gruß, max
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von meister eder ()

    • Sorry, ich hatte natürlich nicht die Absicht, die ST-Freaks zu ärgern - abere irgendwie, als ich das so las mit dem "tampern" und Kaffeemehl gerade oder schief angedrückt, und das alles nur für 'n paar EL Espresso...
      das klang halt irgendwie ein bischen nach übertrieben.
      Warum wird denn das Kaffeemehl (bitte entschuldigt meine laienhaften Gerätebezeichnungen) in dem Moment, wo der Behälter mit dem Pulver an die Maschine geklemmt wird, nicht automatisch mit optimalem Druck gepreßt und wasserwaagengenau ausgerichtet? Vielleicht noch mit Einstellung Anpreßdruck per Handrad. Dann wären diese bewußten Probs für immer gelöst. Wenn man außerdem bedenkt, was diese Geräte so kosten... Das wäre doch mal ne Innovation, oder?

      Aber damit soll's von meiner Seite zu diesem Thema auch gewesen sein.
      Return to Fußball
      Schönen Abend noch[img]wcf/images/smilies/blumen.gif[/img]
      Oldtimer-59
    • Gleichmäßig tampern reicht, Anpressdruck ist egal...

      Hallo Oldtimer,
      ich kenne Caffé (zu neudeutsch Espresso) aus KVA´s der € 2.000,- Klasse. In aller Regel rauscht der in max. 15 sec. (kürzer ist da die Regel) bei 25ml nur so durch. Wenn ich den mit dem Ergebnis meiner Junior vergleiche, dann muss ich nicht lange überlegen, zu welcher Tasse ich lieber greife. Marmoriert-getigerte Crema, ölige Konsistenz, ein Duft und der Geschmack... Mahlgutmengensteuerung via count down timer. Tampern muss ich nur gleichmäßig, den Rest an Fehlern verzeihen mir LM 1er Sieb & Macchina wohlwollend... :wink:
      Gruss Ronny
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ländlesachse ()

    • Warum wird denn das Kaffeemehl (bitte entschuldigt meine laienhaften Gerätebezeichnungen) in dem Moment, wo der Behälter mit dem Pulver an die Maschine geklemmt wird, nicht automatisch mit optimalem Druck gepreßt und wasserwaagengenau ausgerichtet? Vielleicht noch mit Einstellung Anpreßdruck per Handrad. Dann wären diese bewußten Probs für immer gelöst. Wenn man außerdem bedenkt, was diese Geräte so kosten... Das wäre doch mal ne Innovation, oder?

      Dann fällt gerade die schöne Handarbeit weg - das spielen mit den Parametern.
      Einen guten Espresso aus all diesen mit der Hand zu bauen ist wie Lego für Erwachsene. :1f602:
      Gerade das ist ja ein Grund für umstieg von VA zu ST !
      Ich halte auch wenig von Automatisierungsprozessen ..... beim ST.
      Dafür gibt es ja VA´s.
      (Die für mich auch eine Existenzberechtigung haben - habe ja selbst einen.
      Aber für den Spaß u. den Geschmack möchte ich selbst Hand anlegen und meinen Espresso per hand bauen)

      Exxpresso made by Jürgen sozusagen
      (Den kann ich sogar schreiben wie ich will - da das ja MEIN individuelles Produkt ist)

      :nicken:

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Mr.smith ()

    • @oldtimer59:
      sicher wäre das möglich, nur wäre dann der anpressdruck in jedem fall vom füllstand des siebs abhängig (es sei denn man installierte eine hydraulik) und von der form des siebs (gibt verschiedene querschnittsflächen), außerdem würde eine 58mm-dusche kein 41mm-einersieb (la marzocco 7g, recht beliebt) anpressen können, sondern auf dem rand aufsetzen.
      es gibt tatsächlich leute, die füllen das sieb immer genau so voll, dass das pulver durch das duschsieb genau richtig angedrückt wird. der hauptgrund, warum es die wenigsten so machen ist, dass man sich so furchtbar den duschkopf einsaut. es klebt nicht nur am sieb selbst, sodass ein leerbezug die reste wegspülen würde, sondern auch im schmalen zwischenraum zwischen sieb- und duschenrand. da kommt man nur mit einem bürstchen ran, oder mit mehrmals rückspülen mit blindsieb.
      also: kurz angedrückt ist eine saubere sache und gibt mehr und schnellere variationsmöglichkeiten.
      gruß, max
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